Renato Piffaretti steht auf dem Klybeckplatz, der heute noch nicht so heisst und auch nicht wirklich ein Platz ist, sondern eine unfreundliche Kreuzung. Hier im Norden Basels wurden einst die ersten Fabriken gebaut. Während Jahrzehnten wurden Farben gemischt und Medikamente hergestellt. Doch die «Chemie» zieht sich zurück. Viele Gebäude stehen leer, teilweise seit Jahren. Das Areal, umgeben von lebendigen Studenten- und Arbeiterquartieren, wurde zu einem Fremdkörper. Es «dööddelet», wie man in Basel sagen würde.

Das will Piffaretti ändern. Er ist Chef über die Schweizer Liegenschaften der Swiss Life. Und die hat 2019 knapp die Hälfte des Areals gekauft, das mit seinen 285000 Quadratmetern fast viermal so gross ist wie die Zürcher Europaallee. Der andere Teil gehört der Central Real Estate Basel AG (Creb), hinter der unter anderem Baloise, Credit Suisse, Safra Sarasin und die Zuger Pensionskasse stehen.