Erinnern Sie sich an die Uhren mit den Edelweiss-Verzierungen? Oder die ethnogestylten Schuhe? Michel Jordi war mit seinen Produkten in den Neunzigerjahren ein Vorläufer des Swissness-Trends – und damit ganz erfolgreich. Der Boom hielt gut zehn Jahre. Nach der Jahrtausendwende entging Jordi nur knapp einem Konkurs. Ein zweiter Anlauf mit Luxus-Uhren war wenig erfolgreich. Dann wurde es ruhig um den Berner.

Doch es juckt ihn noch immer in den Fingern. Über die vergangenen Tage hat Jordi mehrere Marken registrieren lassen, die auf neue Geschäftsideen deuten: Von «Ethno-Mask» über «S-MASK» bis zur Bezeichnung «Swiss Protection Concepts». Alles eingetragen für Kleider und medizinische Produkte.

Blühen uns bald Covid-Masken mit Enzianbordüren? Jordi bestätigt die Pläne. «Die Art und Weise wie Politiker der okzidentalen Welt nach China rennen, um planlos Masken aufzukaufen was es nur hinhält, empört mich sehr», schreibt er auf Anfrage. Er störe sich an der Vorstellung der Wegwerfmasken, die allesamt im Eimer landeten und ein «ökologisches Desaster» kreierten.

«Ich habe eine Idee, welche ich verfolge und hoffe auf den Markt zu bringen», sagt Jordi - allerdings noch ohne Details dazu zu verraten. Denn er weiss: «Der Weg ist voller Hindernisse, die erstmals bewältigt sein müssen.» 

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