Er ist der schillerndste Paradiesvogel in der an Paradiesvögeln nicht gerade armen Welt der Hedge Funds. Kaum eine Party, die Arpad «Arki» Busson (56) ausgelassen hat.

Und in der Regenbogenpresse war der Franzose Dauergast dank glamouröser Amouren, so mit dem Fotomodel Elle Macpherson (mit ihr hat er zwei Söhne) oder der Schauspielerin Uma Thurman (eine Tochter).

41 Millionen Dollar an Verlusten

Doch Bussons Party als Hedge-Fund-Manager neigt sich dem Ende zu. Die von ihm als VR-Präsident und CEO ad interim geleitete Finanzgruppe LumX steckt in der Bredouille. Heftige Einbussen bei den Anlagen bewogen viele Investoren, Gelder abzuziehen. Über die letzten vier Jahre haben sich bei LumX 41 Millionen Dollar an Verlusten angehäuft, die Einnahmen sanken von 31 auf 8 Millionen. 2018 standen gerade noch 48 Namen auf der Lohnliste, inzwischen wurde weiter abgebaut.

Aktie verlor rund 95 Prozent

An der Börse sah man das Unheil früh kommen; die Aktien verloren seit 2014 rund 95 Prozent an Wert und führen ein Dasein als Penny Stocks. Die Firma aus Nyon wird mit mageren elf Millionen Franken bewertet, Tendenz weiter fallend. Bussons Beteiligung von gegen einem Drittel ist fast nichts mehr wert.

Inzwischen braut sich neues Unheil zusammen. Der Revisor zweifelt die Werthaltigkeit des bilanzierten Goodwills von 21 Millionen an. Nur schon ein Teilabschreiber brächte LumX endgültig ins Trudeln, denn das Eigenkapital ist auf 15 Millionen geschrumpft. Jüngst hat Busson die Notbremse gezogen: Er gibt das Fondsgeschäft in der Schweiz auf. Nun setzt er seine Hoffnungen auf den Bereich LumRisk, der Anlagerisiken misst. Ob der Partylöwe damit an alte Erfolge anzuknüpfen vermag, ist fraglich. Sein Nimbus als begnadeter Geldvermehrer jedenfalls ist dahin.