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Bordverpflegung
Gategroup sagt Börsengang ab

Gategroup Swiss
Gategroup: Die einstige Swissair-Tochter hat überraschend ihren Börsengang abgesagt.Quelle: Keystone

Plötzliche Wende: Der Bordverpfleger Gategroup hat überraschend seinen Börsengang abgesagt.

Marcel Speiser
Von Marcel Speiser
am 26.03.2018

Gategroup hat sein geplantes IPO abgesagt. Begründet wird der Schritt in einer Mitteilung mit der «Kluft» zwischen den internen Preisvorstellungen und jenen des Marktes. Sprich: Kaum einer wollte die Aktien haben.

Schon letzte Woche zeichnete sich ab, dass der Börsengang bei potenziellen Investoren nicht auf die erhoffte Resonanz stiess. Einerseits störten sich die Investoren daran, dass die chinesische Muttergesellschaft HNA auch nach dem nun abgesagten IPO mit 35 Prozent die dominante Aktionärin geblieben wäre. Andererseits gefiel diversen Investoren der hohe Ausgabepreis, den HNA für die Aktien anstrebte, nicht.

«Viele institutionelle Anleger hatten ihre Gategroup-Aktien der HNA vor gut einem Jahr viel günstiger verkauft», sagt ein Banker. Nun hätten die gleichen Aktien zu einem höheren Preis wieder kaufen müssen. Diese Rechnung habe nicht aufgehen können.

Grösser, aber auch risikoreicher

Zwar ist Gategroup in den letzten eineinhalb Jahren dank Zukäufen kräftig gewachsen. Doch das alleine genügte den Anlegern offenbar nicht. Verschiedene Analysten und Investoren verwiesen in den letzten Wochen darauf, dass mit den Übernahmen der französischen Servair und der asiatischen Asiana – eine HNA-Tochter – auch die Risiken erheblich gestiegen sind.

Von der Absage ist auch das Management der Gategroup betroffen. Bei einem erfolgreichen IPO hätte die Führung um Chef Xavier Rossinyol bis zu 86 Millionen Franken als Bonus erhalten.

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