André Lüthi, Chef der Schweizer Globetrotter Group, sieht eine herausfordernde Zukunft für sein Unternehmen: «Für 2021 rechnen wir bis 50 bis 70 Prozent Einbruch gegenüber 2019.»

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 prognostiziert Lüthi im Gespräch mit der «HZ». «Seit März verzeichnen wir 92 Prozent Einbruch. Am Ende des Jahres werden wir vielleicht noch auf 20 bis 25 Prozent des Umsatzes von 2019 kommen.» Lüthi fordert auch, dass der Bund bei Härtefällen «mit Vorleistungen in den Lead geht.»

Gutes Verhältnis zur Diethelm Keller Group

Zusammen mit Walter Kamm kaufte Lüthi letzte Woche den 50-prozentigen Anteil der Globetrotter Group von der DK Travel Holding zurück. Die Globetrotter Group, die aus 14 Unternehmen besteht, sei von der DK Travel Holding nicht fallen gelassen worden, erklärt Lüthi: «Wir hatten und haben nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis zur Diethelm Keller Group. In dieser schwierigen Zeit gab das eine Wort das andere und so kam die Idee, unser Kind zurückzukaufen.»

Das alles sei partnerschaftlich und konstruktiv über die Bühne gegangen, «wir haben uns nicht aus einem Streit heraus getrennt.» Zur zukünftigen Ausrichtung sagt Lüthi: «Wir werden eventuell die eine oder andere Firma oder Marke zusammenführen und uns noch klarer positionieren.» 

Immer diese negativen News

Ferner sagt Lüthi auch, man werde mittlerweile von der Angst und nicht mehr vom Respekt gesteuert. Im Oktober hätte ein Arzt in Tansania zu ihm gesagt: «Ihr Weissen, in Australien, Neuseeland, Europa, Nordamerika: Euer Problem ist nicht bloss das Virus, sondern eure Apps auf euren Handys. Täglich diese negativen News. Sie machen euch mehr krank als das Virus selber.»