Piero Novelli und Rob Karofsky, die seit rund einem Jahr die Investmentbank der UBS leiten, erwägen offenbar eine Reorganisation der Sparte. Der Umbau könnte Hunderte von Stellen kosten. Das schreibt Bloomberg mit Verweis auf Personen, die entsprechendes Wissen haben.

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Dabei handle es sich bislang um Überlegungen, Entscheide seien noch keine gefallen. Welche Änderungen konkret angegangen werden sollen, steht im Artikel von Bloomberg nicht. 

Der Aktienkurs der UBS ist in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012 gefallen – auf ein Niveau von nahe 10 Franken. Das ist nicht mehr weit vom Preis entfernt, als Sergio Ermotti das Amt des CEO übernahm.

Das Investment Banking der UBS, das Börsengänge sowie die Beratung bei Firmenübernahmen und -fusionen umfasst, beschäftigt 5333 Mitarbeiter weltweit. Die Division wurde nach der Banken- und Finanzkrise unter Ermotti deutlich geschrumpft. Angestrebt wurden in der Folge mehr Synergien mit dem UBS-Kerngeschäft Vermögensverwaltung.

Die Grossbank hatte im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als von den Analysten im Vorfeld prognostiziert. Dazu trug auch das Investment Banking bei.

Allerdings liefert das Investment Banking traditionell sehr unterschiedliche Resultate, das Geschäft ist schwankungs- und krisenanfällig sowie kostenintensiv. Zu Jahresbeginn, als die Finanzmärkte unruhig waren, fiel das Resultat der UBS-Investmentbank viel schlechter aus als im zweiten Quartal.

Die Eigenkapitalrendite von 10 Prozent der UBS-Investmentbank ist auch nur halb so hoch wie diejenige anderer Divisionen der Bank. Es besteht offenbar Handlungsbedarf. Nicht nur bei der UBS. Weltweit kürzen Investmentbanken Tausende von Stellen wegen geringerer Handelsaktivitäten an den Märkten und wegen Anzeichen von abflauender Wirtschaft. 

Die Deutsche Bank etwa hatte im Juli tiefe Einschnitte im Investmentbanking bekannt gegeben. Aus dem Aktienhandel will sich die Bank völlig zurückziehen. Zeitweise hatte das Investment Banking die Deutsche Bank zum grössten Finanzkonzern der Welt aufsteigen lassen. Auch Société Génélare und Citigroup haben personelle Einschnitte bei ihren Investmentbanken angekündigt.

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