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Rüstungsdeal
Julius-Bär-Banker vertrieb für Ruag in Russland Munition

Ruag_CEO_Breitmeier
Ruag-Chef Urs BreitmeierQuelle: Keystone

Im Russland-Fall zeigen weitere Recherchen der Handelszeitung, dass der mutmasslich fehlbare Moskau-Leiter der Privatbank Julius Bär auch Vertriebs-Kunde des Bundesbetriebs war.

Von Sven Millischer
am 04.04.2018

Die Vertriebs-Kooperation zwischen der Ruag und dem Bär-Banker war bisher nicht bekannt. Es handelt sich dabei um jenen Mann, der mit einem Ruag-Manager und einem Zuger Waffenhändler nebenher noch private Rüstungsdeals machte und der deswegen von der russischen Anti-Korruptions-Behörde befragt und von seinem Arbeitgeber - der Bank Julius Bär - suspendiert wurde. Die Bundesanwaltschaft ermittelt im Russland-Fall.

Beim Ruag-Vertriebspartner in Russland handelt es sich um die International Maritime Shipping Corporation Limited, kurz IMSC. Es ist eine Offshore-Gesellschaft, gegründet vom Schweizer Banker, mit Sitz im Karibikstaat St. Vincent. Zur IMSC gehört auch eine gleichnamige Tochter in Zug und ein Büro in Moskau. Die Firma des Bankers schmückt sich auf der eigenen Firmensite bis heute mit dem Titel als «Distributor» für Ruag, samt Logo des bundeseigenen Rüstungskonzerns.

Der Bundesbetrieb bestätigt auf Anfrage, dass «die Firma IMSC mit Sitz in Zug Kunde von Ruag war und die Lieferungen an den Endkunden abgewickelt hat». Sprecherin Kirsten Hammerich sagt weiter: «Wir haben von 2010 bis zum Inkrafttreten des Embargos im Jahr 2014 Kleinkalibermunition für insgesamt rund eine Million Schweizer Franken nach Russland geliefert.»

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