Die Voruntersuchung gegen Boris Collardi wegen möglicher Straftatbestände im Kanton Zürich wurde ohne Einleitung eines Verfahrens eingestellt. Das teilt der Sprecher der Staatsanwaltschaft III auf Anfrage der «Handelszeitung» mit. Damit ist Collardi ein weiteres Verfahren wegen möglichen Fehlverhaltens los.

Im Februar und im Sommer 2020 hatte die Zürcher Staatsanwaltschaft anonyme Hinweise über angeblich strafrechtliches Verhalten von Boris Collardi erhalten. Der anonyme Vorwurf lautete auf ungetreue Geschäftsführung. Bei den Abklärungen seien auch Unterlagen der Finanzmarktaufsicht (Finma) einbezogen worden, schreibt die Staatsanwaltschaft. Offenbar resultierte daraus jedoch kein Anfangsverdacht für ein strafrechtliches Verfahren.

Die Finma hatte ebenfalls gegen Collardi ermittelt, ihre Untersuchungen jedoch bereits Anfang Jahr mit einer schriftlichen Rüge beendet. Dabei ging es um Geldwäscherei-Vorwürfe, unter anderem mit Blick auf den Korruptionsskandal um die venezolanische PDVSA.