Eigentlich grenzt es an ein Wunder, dass das erst jetzt passiert. Kaum ein Startup hat den Schweizer Bankenplatz derart bewegt, verändert und genervt wie die britische Revolut. Mit Gratiskreditkarten und günstigen Wechselkursen nagt Revolut seit Jahren am Geschäftsmodell der Schweizer Kreditkarten-Banken. Nun schlägt die Grösste von ihnen zurück.

Kunden, die ihr Prepaid-Konto bei Revolut mit einer Kreditkarte aufladen, entrichten neuerdings eine Gebühr, wenn die belastete Karte von Viseca stammt. Das bestätigt Viseca-Sprecher Nicolas Kucera gegenüber der «Handelszeitung». Viseca verrechnet eine «Auslandgebühr» von 1,75 Prozent. Bisher waren solche Transaktionen gratis. 

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Betroffen sind viele Schweizerinnen und Schweizer. Viseca führt rund 2,6 Millionen Kreditkarten, darunter die Raiffeisen Gruppe, die Kantonalbanken oder die Migros Bank. Die neue Gebühr wurde gemäss Viseca-Sprecher einheitlich für alle Partnerbanken eingeführt. Stichproben der «Handelszeitung» bestätigen das. Revolut hat gemäss letzten verfügbaren Zahlen mehrere 100'000 Kunden in der Schweiz.