Seine Rede war kurz, der Ton leise. Seine Ankündigungen waren eher mittelgrosser Natur. Und trotzdem war der Auftritt von Leonard Klenner eine Sensation. Nicht nur deshalb, weil seine Funktionsbezeichnung so lang ist. Sondern auch, weil der Executive Assistant for Corporate Affairs to the President am 3. Februar überhaupt in einem Seminarraum der Sihlpost in Zürich auftrat: Klenner legte an der hiesigen Plattform-Tagung von Handelsverband.swiss den ersten öffentlichen Auftritt eines Temu-Managers in der Schweiz hin – und wagte sich damit auf vermintes Terrain.

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Kaum ein Onlinehändler wirbelt hierzulande so viel Staub auf wie die chinesische Shoppingplattform, die erst seit Frühling 2023 in der Schweiz tätig ist. Einerseits, weil Temu bei kostenloser Lieferung spottbillige Preise bietet. Und damit hat der Anbieter einen Raketenstart hingelegt: Mit einem geschätzten Umsatz von 700 Millionen Franken schaffte es Temu schon ein Jahr nach der Schweizer Lancierung locker in die Top Ten der verkaufsstärksten Onlinehändler hierzulande. Für das Jahr 2025 gehen Marktbeobachter von einer Steigerung auf 800 bis 900 Millionen Franken aus. Temu ist der orange Riese im Schweizer Onlinetableau.