Kaum angetreten, schon wieder weg: Der ehemalige Finanzchef der Post, Pascal Koradi, gibt per sofort seinen Job am Institut für Finanzdienstleistungen IFZ der Hochschule Luzern auf. Auf eigenen Wunsch, wie eine HSLU-Sprecherin auf Anfrage der «Handelszeitung» mitteilt. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hat vor kurzem das Verwaltungsstrafverfahren zum Subventionsbetrug bei Postauto auf Pascal Koradi ausgeweitet. Vor der Anstellung am IFZ hatte Koradi als CEO der Aargauer Kantonalbank gearbeitet.

Belastende Publizität

Koradi hatte erst auf Anfang Jahr die Stelle am IFZ angetreten. Es handelte sich um ein 60-Prozent-Pensum. Der promovierte Ökonom  arbeitete am IFZ einerseits im Bereich Controlling, anderseits im Bereich Banking und sollte dort Projekte akquirieren und unterstützen. Mit seinem sofortigen Rückzug beim Institut für Finanzdienstleistungen will er verhindern, dass die durch die Untersuchung entstehende Publizität die Hochschule belastet.

Der Topmanager war von 2012 bis 2016 Finanzchef der Schweizerischen Post. Danach wechselte der Finanzmanager als Direktionspräsident zur Aargauer Kantonalbank, wo ihn die Subventionsaffäre um die Postauto Schweiz einholte.

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