Swatch-Läden auf der ganzen Welt wurden am Samstag von Kunden belagert, die eine neue, preisgünstige Version der Omega Speedmaster-Uhr für 250 Franken kaufen wollten.

Von Melbourne über Hongkong bis Amsterdam standen Tausende von Käufern Schlange, um einen der neuen Zeitmesser zu ergattern, eine Zusammenarbeit zwischen der Luxusmarke Omega des Schweizer Uhrenherstellers Swatch Group und der Einsteigermarke Swatch. Die MoonSwatch genannten Zeitmesser ähneln der kultigen Speedmaster Professional, die als «Moon Watch» bekannt ist, weil sie von US-Astronauten getragen wurde. 

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Die Zusammenarbeit stellt eine einzigartige Strategie der Swatch Group dar, die versucht, neues Interesse an ihren Uhren zu wecken, indem sie einen Hauch von Luxus zu einem günstigen Preis anbietet. Das Unternehmen hofft, den jüngsten Trend umzukehren, der dazu geführt hat, dass sich die Schweizer Uhrenexporte von hochpreisigen Zeitmessern nach einem pandemiebedingten Einbruch stark erholt haben, während Uhren mit einem Preis von unter 500 Franken nur schwer an Boden gewinnen.

Die Originalpreise der Omega Speedmaster Professional beginnen bei etwa 6.300 Schweizer Franken, die neue Omega MoonSwatch kostet jedoch 250 Franken. Anstelle von Metallgehäusen und mechanischen Uhrwerken bestehen sie aus Keramik und Kunststoff und haben ein batteriebetriebenes Quarzwerk.

Omega Swatch

Die Mercury-Uhr aus der Kollektion. 

Quelle: ZVG
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Die Speedmaster von Omega ist eine der grossen Ikonen der Schweizer Uhrmacherkunst. Jetzt gibt es sie in einer Luxusversion.

In Genf schlängelten sich am Samstag Hunderte von Menschen in einer Schlange um den Block in der Rue du Marche vor dem Swatch-Flaggschiff. Das Gedränge führte zu einem starken Polizeiaufgebot, und mindestens eine Person wurde verhaftet. 

Bereits in den frühen Morgenstunden, bevor das Geschäft um 10 Uhr öffnete, bildeten sich lange Schlangen von Kunden. Gegen Mittag teilte ein Vertreter des Unternehmens den Schlangestehenden mit, dass das Geschäft bald keine Ware mehr habe und sie nächste Woche wiederkommen sollten, wenn die Bestände wieder aufgefüllt seien.

Ein Geschäft im Zentrum Londons musste nach chaotischen Szenen schliessen, als Menschenmassen versuchten, hineinzukommen, berichtete die Press Association.

Swatch hat erklärt, dass die Uhren aus der Zusammenarbeit von Omega und Swatch nicht in limitierter Auflage hergestellt werden und weiterhin produziert werden.

Manche der Uhren wurden am Samstag bereits zu deutlich höheren Preisen auf Online-Uhren-Marktplätzen offeriert.

tim/Bloomberg

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