Kein Zweifel: Die neuen Submariner der Schweizer Uhren-Megamarke Rolex sind genau das, was Fans wollen. Und sie dürften den Uhrenhändlern wie Bucherer oder Watches of Switzerland helfen, das Weihnachtsgeschäft 2020 vielleicht doch noch richtig glänzen zu lassen.

Denn für jene ausgesuchten Händler, die Rolex führen dürfen, ist die Marke aus Genf ein absoluter Verkaufsrenner. Sie machen die Hälfte des Umsatz – oder sogar mehr – mit Rolex.

Und obwohl die Marke einer nicht-gewinnorientierten Stiftung gehört («Kauft Rolex, Genossen!») und obwohl richtige Bonzen, Millionenmanager, Drittweltdiktatoren, Rapper oder Oligarchen kaum mehr Rolex tragen, gilt eine Rolex bis heute als die Protz-Uhr schlechthin.

Entsprechend gibt es Leute, die nie eine Rolex kaufen würden, auch wenn sie die gut 8000 Franken für eine neue Submariner locker aufbringen könnten. Statt dem Hauch des Exklusiven wünschen sie Understatement. Oder tun zumindest so, weil Ihnen die Wartelisten für gewisse Rolex-Modelle schlicht zu lang sind.

Also: Welche Alternativen gibt es zu den Uhren der Krone?

Tudor

Eine «Black Bay» von Tudor: Grosse Uhren der kleinen Schwester.

Quelle: ZVG
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1. Tudor

Logisch: Die beste Alternative zu einer Rolex kommt natürlich von Rolex selbst. Respektive von deren Schwestermarke Tudor. Früher als «Rolex für Arme» belächelt, hat sich Tudor längst eine eigene Fan-Gemeinschaft und einen eigenständigen Auftritt erarbeitet. Insbesondere die umfangreiche «Black Bay»-Kollektion bietet viel Qualität zu einem Preis, der mehr als die Hälfte unter dem einer Rolex liegt.

Zweiflern sei gesagt: Auch Tudor wurde von Rolex-Übervater Hans Wilsdorf höchstpersönlich gegründet. Und mit David Beckham und Lady Gaga hat Tudor Markenbotschafter, die an Coolness kaum zu überbieten sind.

Ab 3300 Franken.

Oris

Oris Diver Sixty-Five: Aus dem Jura, aber dem im Kanton Basel-Landschaft.

Quelle: ZVG

2. Oris

Die unabhängige Uhrenmarke Oris aus Hölstein im Kanton Basel-Landschaft schafft es immer wieder, aussergewöhnliche Uhren zu aussergewöhnlich guten Preisen auf den Markt zu bringen. Zum Beispiel die «Big Crown Propilot X Calibre 115».

Doch als Rolex-Alternative ist eher die Modelreihe «Divers Sixty-Five» zu sehen. Wie bei Tudor bekommt man bei Oris viel Uhr fürs Geld – und dazu eben den geschätzten Hauch der Unabhängigkeit sowie den unbezahlbaren Nimbus der Kennerschaft.

Ab 2000 Franken.

Omega

Die «Seamaster Diver» von Omega: Die Taucheruhr des Erzrivalen. 

Quelle: ZVG

3. Omega

Adidas oder Nike, Alibaba oder Amazon, Boeing oder Airbus, Rolex oder Omega: Die Rivalität zwischen den zwei grössten Schweizer Uhrenmarken ist legendär, ein geradezu epischer Zweikampf. Fakt ist: Umsatzmässig kann Omega Rolex das Wasser nicht reichen, von den Produkten her aber durchaus. Der Name Omega jedenfalls ist ein grosser, nicht nur wenn wieder ein neuer 007-Film in die Kinos kommt.

Als Alternative zu den sportlichen Uhren von Rolex offeriert Omega insbesondere die «Seamaster Diver»-Kollektion. Es gibt sie seit Jahrzehnten – und die Uhren werden Jahr für Jahr besser.

Ab 4850 Franken.

Grand Seiko

Beste Qualität aus Japan: Grand Seiko.

Quelle: ZVG

4. Grand Seiko

Nicht nur in der Schweiz baut man mechanische Uhren herausragender Qualität. Auch die Japaner können das. Die Premium-Linie von Seiko – Grand Seiko – bietet Uhrmacher-Kunst vom Feinsten. Und mit der Modellreihe «Spring Drive Diver» eine Serie, die durchaus auch Rolex-Fans verzücken kann. Unter Sammlern jedenfalls ist Grand Seiko fast so heiss wie Rolex oder Omega.

Ab ca. 6000 Franken.

H. Moser

Die neue «Streamliner» von H. Moser: Luxus-Understatement.

Quelle: ZVG

5. H. Moser & Cie.

Die Schaffhauser Manufaktur H. Moser & Cie. hat an den Geneva Watch Days letzte Woche eine neue Stahl-Sportuhr mit integriertem Band lanciert: die «Streamliner». Sie ist ungefähr so teuer wie eine begehrte «Submariner» von Rolex auf dem Secondhand-Markt, also keine günstige Alternative. Zudem ist sie keine Taucheruhr.

Klar aber ist: Jeder Rolex-Träger wird Sie auf Ihre Uhr ansprechen, wenn Sie eine «Streamliner» tragen. Einige Besucher in Genf sprachen bereits von einem «Instant Classic». Sicher ist: Wir reden von einer Uhr mit viel Potenzial.

Ca. 19'900 Franken.