Am Himmel lief im ersten Halbjahr praktisch nichts. Die Corona-­Krise hat die Fliegerei nahezu komplett gegroundet. Und mit ihr die Flugsicherung: Skyguide verzeichnete für die ersten sechs Monate ein Minus von 57 Prozent bei den überwachten Flügen. Wird nicht geflogen, nimmt Skyguide auch nichts mehr ein. Lebt der bundeseigne Betrieb doch grossmehrheitlich von Gebühren, welche die Luftverkehrsteilnehmer indirekt für ­Strecken- und Anflugsicherung an die Staatsfirma entrichten.

Klamme Airlines und leere Lufträume bringen die Flugsicherung nach wenigen Corona-Monaten in finan­zielle Schieflage, und dies trotz eingeleiteten Sparmassnahmen und Kurzarbeit. «Ende Monat gehen uns die ­liquiden Mittel aus», sagt Sprecher Vladi Barrosa. Das Loch stopfen soll der staatliche Eigner, die Eidgenossenschaft. «Wir haben finanzielle Unterstützung in der Höhe von 400 Millionen Franken beantragt», sagt Barrosa. Der Betrag entspreche dem erwar­teten Ertragsausfall für dieses und nächstes Jahr. Zur konkreten Form könne man sich noch nicht äussern, da dies noch Teil der Gespräche mit dem Bund sei. Konkret prüft die Eidgenössische ­Finanzverwaltung das Hilfegesuch der Skyguide. Am Ende entscheidet der Bundesrat.