Die Milliarde schaffen sie nicht ganz. Und doch summieren sich die Spitzen-Vergütungen der 20 grössten Börsenkonzerne im Swiss Market Index (SMI) auf einen beachtlichen Betrag: 804 Millionen zahlten diese Firmen im Corona-Jahr 2020 für Löhne, Boni und Vorsorgegelder an ihre Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglieder. Das zeigt die Auswertung der Geschäftsberichte durch die HZ. Die gut 400 Frauen und Männer an der Spitze der Konzerne bezogen etwa gleich viel wie 10’000 Durchschnittsangestellte (gemessen am Schweizer Medianlohn von 2018). Verglichen mit 2019 sanken die Vergütungen um 3,4 Prozent.

Absolute Spitzenreiterin ist die UBS (siehe Grafik unten). 2020 verbuchte sie für ihre Geschäftsleitungsmitglieder Löhne, Boni und Nebenleistungen im Wert von 112 Millionen Franken. Dazu kommen knapp 12 Millionen für die Mitglieder des Verwaltungsrats. Verglichen mit dem Vorjahr bedeuten die insgesamt 124 Millionen Franken ein Plus von 12 Prozent. Die UBS liegt auch deutlich vor der zweitplatzierten Credit Suisse, die für ihre Spitzenbezüger 79,6 Millionen Franken ausgab. Natürlich ist beim Vergleich zwischen den Unternehmen Vorsicht geboten, da die Geschäftsleitung nicht überall gleich definiert ist.