Wussten Sie, dass man eine Ratte nicht am Schwanz fassen darf, weil man das Tier damit verletzen kann? Nein? Dann geht es Ihnen wie Birgit Ledermann, als sie vor über dreissig Jahren frisch von der Universität in die Industrie ging und ihre ersten Tierversuche machte. Den Umgang mit den Tieren und die Durchführung der Versuche habe sie damals direkt am Tier und im Tierversuch gelernt. Stressig sei das gewesen, sowohl für die Tiere, als auch für sie.

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Doch das ist vorbei. Heute werden Mäuse und Ratten in den Laboren der Schweizer Pharmaindustrie von gelernten Tierpflegern und Tierpflegerinnen betreut. Wer mit Versuchstieren zu tun hat, als Pfleger oder Versuchsleiterin, muss sich regelmässig weiterbilden, «Ohne Ausbildung darf man in einem Labor kein Tier anfassen», sagt die Biologin, die seit sieben Jahren als Leiterin Global Animal Welfare bei Novartis den korrekten Umgang mit Hunderttausenden Versuchstieren verantwortet.