Die Zürcher Hirslanden-Gruppe betreibt 17 Kliniken im ganzen Land - und ist dadurch die grösste private Spitalkette.

Nun wagt sich das Unternehmen in neue Geschäftsfelder vor. Es hat am Hauptsitz in Opfikon die Firma Hirslanden Venture Capital gegründet, wie ein Sprecher der HZ bestätigte. Die Gesellschaft soll laut Handelsregister insbesondere in Startups mit innovativen Technologien und neuen Geschäftsmodellen investieren.

Die neue Gesellschaft wird vom Juristen Thomas Brack präsidiert, Partner bei Reichenbach Rechtsanwälte.

Hirslanden ist die grösste Privatklinikgruppe der Schweiz: Sie umfasst 17 Kliniken, ferner diverse Praxis- und Operationszentren sowie Radiologieinstitute. Mit gut 12'000 Mitarbeitenden ist Hirslanden zudem einer der grössten Arbeitgeber im Schweizer Gesundheitswesen. Hirslanden-Kliniken betreuten im letzten Geschäftsjahr 2018/2019 gut 107'000 stationäre Patientinnen und Patienten, der Umsatz erreichte knapp 1,8 Milliarden Franken.

Hirslanden gehört zum Mediclinic International; der Konzern hat seinen Sitz in Südafrika hat und an der Londoner Börse kotiert ist. Die Spitalgruppe zeichnete sich lange durch wunderbare Ebitda-Margen über 20 Prozent aus, doch die Rentabilität kam in den letzten drei Jahren unter Druck und näherte sich 17 Prozent an. Gründe: der Trend zur ambulanten Medizin, tiefere Tarife, strengere Mindestfallzahlen.

«Als Patient bekommen Sie alles aus einer Hand»

Das grosse Interview mit dem Hirslanden-Konzernchef Daniel Liedtke lesen Sie hier: Der CEO stellt die Klinikgruppe neu auf – als Versorger von nebenan. Und als Rundum-Betreuer: Prävention, Behandlung, Nachsorge.

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