Plötzlich bewegte sich am Montag der Kurs der Alpiq-Aktie. Dümpelte er lange knapp über der 70-Franken-Marke, die als Übernahmeangebot im Raum steht, so zog er nun an. Erst auf 71.20 Franken, dann bis auf 72.80, was einem Plus von 3,3 Prozent entsprach. Kenner rieben sich die Augen, denn da war einer bereit, jeden Preis zu zahlen. Klar war nur, wer es nicht ist: das Konsortium der Kernaktionäre. Aus vertraglichen Gründen darf dieses nicht mehr als die 70 Franken aus dem öffentlichen Angebot zahlen.


Die Übernahme von Alpiq stellt sich als mühsamer heraus, als es sich die Kernaktionäre ursprünglich gedacht hatten. Im Frühling einigte sich das Konsortium um EOS, Primeo und weitere Strom­firmen darauf, die französische EDF aus Alpiq auszukaufen. Der Plan: Unter Be­teiligung des Credit-Suisse-Fonds CSA ­sollten die Kleinaktionäre ausbezahlt und Alpiq von der Börse genommen werden. Wenn da nur nicht die Spielverderber ­wären.