Andrea Orcel sollte neuer Chef von Santander werden. Doch die spanische Grossbank machte einen Rückzieher im letzten Moment: Weil Orcel zu viel Geld forderte, verzichtete Santander auf die Dienste des Spitzenmanagers. Der Italiener pochte auf ein Willkommensgeschenk von rund 50 Millionen Euro. Auf diese Summe hatte Orcel verzichtet, als er seinen Posten als Chef der Investment Bank bei der UBS quittierte.

Orcel plant nun, Santander zu verklagen, wie die «Financial Times» wissen will: Der Italiener will beweisen können, dass Santander seine Gehaltsvorstellung kannte – und ihm die riesige Zahlung zusicherte.

Ein Wiedereinstieg bei der UBS zeichnet sich für Orcel nicht ab - die Türen bei seinem früheren Arbeitsgeber sind ihm versperrt. Eine Rückkehr sei keine «realistische Option», sagte UBS-Chef Sergio Ermotti letzte Woche der Nachrichtenagentur Reuters.

(mbü)