Sagt Ihnen der Name Jensen Huang etwas? Er ist seit 1994 Konzernchef des Prozessoren- und Chipherstellers Nvidia. Und laut der «Harvard Business Review» ist er obendrein der beste CEO der Welt. Vor Marc Benioff (Salesforce) und François-Henri Pinault (Kering).

Kennen Sie Gilles Andrier? Er steht seit 2005 an der Spitze von Givaudan, und im HBR-Ranking der globalen Top-Manager ist er der bestplatzierte Vertreter eines Schweizer Konzerns: Rang 30. Nur noch weiterer Schweizer schaffte es in die Auswahl der 100 «best-performing CEOs of the world», die nun zum achten Mal publiziert wurde. Es ist dies Olivier Filliol, der seit 2008 die operative Leitung von Mettler Toledo verantwortet. Filliol kommt auf Platz 51.

Womit er es immerhin noch vor Business-Prominenz wie Apple-Chef Tim Cook (Rang 62), Peugeot-Chef Carlos Tavares (Rang 64) oder Allianz-Chef Oliver Bäte (Rang 69) schafft.

Notabene findet sich es noch ein künftiger Chef eines Schweizer Konzerns unter die 100 Welt-CEO: Es ist dies Björn Rosengren, der im Februar 2020 zu ABB wechselt. (Rang 95, bei Sandvik seit 2015 im Amt)

Für das HBR-Ranking durchleuchtet ein aus Management-Professoren und Daten-Profis zusammengesetztes Team die im «S&P Global 1200»-Index erfassten Konzerne. 70 Prozent der Gewichtung liegen auf Finanzergebnissen, 30 Prozent auf Nachhaltigkeits-Kriterien (ESG).

Auffällig ist dabei eines: Die meisten Top-Konzernchefs sind bereits seit vielen Jahren im Amt. Und die drängen sich kaum ins Rampenlicht der Medien. Stark vertreten sind US-Amerikaner sowie IT-Konzerne, was andeutet, dass die Stärke des Heimmarktes sowie die Dynamik der Branche eben doch eine starke Rolle spielt (obschon die Jury Länder- und Sektorbereinigungen vornimmt). Europäer schneiden auch regelmässig gut ab (und dabei insbesondere, was bemerkenswert ist, die Chefs von französischen Konzernen). Derweil sind Spitzenmanager aus Asien, Lateinamerika, Arabien und Australien kaum präsent. 

«Ein Phänomen, das wir bedauern»

Die Position der Frauen verbesserte sich seit dem letzten Jahr kaum: Nun sind vier Konzernchefinnen unter den «100 Top Chief Executives», eine mehr als 2018. Dazu kommentiert die Redaktion trocken: «Jedes Jahr, wenn HBR diese Liste veröffentlicht, protestieren einige Leser gegen des Mangels an Frauen; jedes Jahr sagen wir, dass dies nicht wegen der Leistung von weiblichen CEOs der Fall ist, sondern weil so wenige Frauen in dieser Funktion arbeiten – ein Phänomen, das wir ebenfalls bedauern.»

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Den Eindruck, dass Erfahrung ein wichtiger Faktor ist für den nachhaltigen Erfolg eines CEO, bestätigt auch Gilles Andrier: Der Chef des Duftstoff- und Aromenherstellers Givaudan gelangte letztes Jahr erstmals auf die erlesene HBR-Liste, damals auf Rang 98. Und er ist immerhin schon seit 14 Jahren in seiner Funktion. Andrier kam, nachdem er seine Karriere im Consulting bei Accenture begonnen hatte, im Jahr 1993 zu Givaudan, als Controller und Assistent des CEO. Danach stieg er in der Firmenhierarchie Stufe um Stufe nach oben.

Givaudan Aktie 2015 2019

Entwicklung der Givaudan-Aktie seit November 2014.

Quelle: Google

Quelle

«The CEO 100, 2019 Edition: HBR's Annual List of the World's Top Chief Executives», November 2019.

  • Die Grundauswahl bilden die im «S&P Global 1200»-Index enthaltenen Unternehmen. Das sind börsenkotierte Konzerne aus allen Kontinenten ausser Afrika. Sie spiegeln 70 Prozent der Marktkapitalisierung.
  • Ausgeschlossen werden dann Konzernchefs, die kürzer als 2 Jahre im Amt sind – und auf der anderen Seite CEO, die vor August 2019 ausschieden.
  • Betrachtet wird die Entwicklung jeweils seit Amtsantritt des CEO, wobei 70 Prozent auf Finanzkennzahlen entfällt: Performance der Aktie inklusive reinvestierter Dividenden; Entwicklung der Marktkapitalisierung. Die Ergebnisse wurden teils länder- und branchenbereinigt.
  • 30 Prozent entfallen auf Nachhaltigkeits-Kriterien (Environmental, Social, Governance).
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(rap)

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