Wer seinen Arbeitgeber belügt, muss mit dem Rauswurf rechnen. Dementsprechend zurückhaltend dürften die meisten sein, wenn es darum geht, dem Chef falsche Tatsachen vorzuspielen. Vor der Anstellung, also bei der Einreichung von CV und dem Bewerbungsgespräch nehmen es einige Schweizerinnen und Schweizer mit der Wahrheit aber nicht ganz so genau.

Von 3.311 Bewerbungsdossiers, die von der Westschweizer Firma Aequivalent auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft wurden, wiesen acht Prozent handfeste Lügen auf. Bei 47 Prozent der Dossiers gibt es Auffälligkeiten, beispielsweise stark übertriebene Berufserfahrung, eine nicht abgeschlossene Ausbildung oder die Verweigerung der Kandidaten, einen Fakt aus dem Lebenslauf überprüfen zu lassen.