Neues Jahr, neuer Job? Für viele Schweizer trifft das offenbar zu. Womöglich sogar für die Mehrheit: Einer Befragung im Auftrag des Online-Netzwerks Xing zufolge können sich 56 Prozent der Schweizer Berufstätigen vorstellen, 2020 den Arbeitgeber zu wechseln. Das sind deutlich mehr als in den Nachbarländern. So können sich in Deutschland nur 39 Prozent einen solchen Schritt im neuen Jahr vorstellen, in Österreich gut die Hälfte (51 Prozent). Im Rahmen der Studie wurden innerhalb eines Jahres in der Deutschschweiz 1'004 erwerbstätige Personen befragt.

Einem Wechsel nicht abgeneigt sind vor allem die jungen Schweizer: 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen stehen einem neuen Arbeitgeber offen gegenüber.

Schuld an der höheren Wechselbereitschaft ist jedoch nicht die Zufriedenheit, wie es weiter heisst. Denn während in Deutschland und Österreich jeweils 84 und 83 Prozent «eher» oder sogar «sehr zufrieden» mit ihrer aktuellen Stelle sind, so liegt der Wert für die Schweiz mit 86 Prozent sogar tendenziell darüber.

Laut der Umfrage sind die fünf Hauptgründe für einen Wechsel vielmehr:

1. niedriger Lohn (47 Prozent)

2. schlechtes Vorgesetztenverhalten (39 Prozent)

3. Wunsch nach neuer Herausforderung (37 Prozent)

4. fehlende beziehungsweise geringe Anerkennung (32 Prozent)

5. schlechtes Kollegenverhältnis (31 Prozent)

Gründe zum Verbleib sind für viele Schweizer hingegen der gute kollegiale Umgang, ebenso wie ein sicherer Arbeitsplatz, eine attraktive Tätigkeit, gutes Vorgesetztenverhalten sowie gute Erreichbarkeit des Arbeitsorts.

Für die repräsentative Erhebung befragte das Institut Forsa im Dezember und Januar gut 1'000 Berufstätige in der deutschsprachigen Schweiz.

(ccr)

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