Zum 22. Mal hat EY Switzerland seine Preise für die «Entrepreneurs of the Year» vergeben. In vier Kategorien waren 45 Unternehmerinnen und Unternehmer nominiert worden. Von der Jury gekürt wurden dieses Jahr:

  • In der Kategorie «Family Business»: Stefan und Christian Ganzoni, Sigvaris Holding, Winterthur. Das Unternehmen wurde 1864 als Mercerie-Geschäft gegründet – heute ist es Weltmarktführer im Bereich der Kompressionsstrümpfe. Sigvaris produziert Strümpfe in über 30'000 Variationen für stehende Berufe – und weiter bis zum persönlich konfektionierten Strumpf. Hauptkunden sind der medizinische Fachhandel, Ärzte und Spitäler.
  • In der Kategorie «Industry/Hightech/Life Sciences»: Ueli Jost, Veriset, Root (LU). Ueli Jost kam 2000 als externer Sanierer zu Veriset, drei Jahre später übernahm er das Unternehmen und entwickelte es zum führenden Küchenanbieter der Schweiz mit über 3’000 Möbeltypen im Angebot. CEO Ueli Jost konnte den Umsatz mehr als verdoppeln, Veriset deckt heute die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Küche ab. 
  • In der Kategorie «Dienstleistung/Handel»: Fabio Ronga, Beqom SA, Nyon. Beqom bietet Softwarelösungen fürs Vergütungsmanagement. CEO Fabio Ronga und seine Mitgründer entdeckte bei ihrer Tätigkeit bei SAP eine grosse Marktlücke im Bereich der Unternehmenssoftware: All die Programme können Führungskräfte bei der Festlegung und Kommunikation der Löhne nicht ausreichend unterstützen. Deben der Tatsache, dass Saläre meist den grössten Kostenfaktor eines Unternehmens darstellen, sehen sie ein gutes Verständnis des Vergütungsmanagements als wichtigen Faktor der Zufriedenheit. Die Beqom-Cloud-Plattform lässt sich nahtlos in ERP- und andere Systeme integrieren. Dies erlaubt klare Entscheidungen bei der Mitarbeiterentschädigung bezüglich Lohn, Boni, Provisionen, Aktienoptionspläne oder weitere Lohnzusatzleistungen.
  • In der Kategorie «Emerging Entrepreneur»: Patrick Thévoz und Adrien Briod, Flyability, Paudex (VD). 2014 gründet Patrick Thévoz mit seinem Cousin Adrien Briod (Co-Gründer und CTO) das Unternehmen, welches heute 85 Mitarbeiter beschäftigt. Flyability entwickelt Industriedrohnen, welche sicher in abgelegene, enge und eigentlich unzugängliche Räume gelangen können. Die ferngesteuerten Fluggeräte kommen aufgrund der Kostenersparnis und Sicherheit hauptsächlich in Industrieanlagen oder Kernkraftwerken zur Anwendung, aber auch bei Polizei- und Feuerwehreinsätzen. Mit einem Team von Spezialisten will Flyability zum Marktführer im Segment der Inspektionsrobotik aufsteigen.

Flyability-Drohne im Einsatz in einer Mine in Montana:

Zusätzlich wurde bei der diesjährigen EY-Entrepreneurs-Feier Beat Curti als «Master Entrepreneur» gewürdigt. «Er ist 'Serial Entrepreneur', er ist 'Social Entrepreneur', er ist ein Unternehmer, der seinesgleichen sucht», begründet Jurymitglied Paul Hälg die Wahl. Und weiter: «Er ist bis heute ein Meister darin, Menschen zu inspirieren und für seine Ideen so zu begeistern, dass sie praktisch zu ihren eigenen werden.»

HZ