Das Gespräch findet in Winterthur statt, im zehnten Stock des Sulzer-Hochhauses, das seit der Renovation Wintower heisst. Hier befindet sich die Zentrale von Ertan Wittwer. Er erwartet uns in der Eingangshalle, eilt uns mit ausgestreckter Hand entgegen. Sein Händedruck ist fest – und zieht in Richtung Lift. «Gehen wir gleich hoch», sagt er. Und dann: «Hoi.»

Hoi. Ansprache mit Du – nach innen wie nach aussen – ist eine der Säulen seines Businessmodells und seiner Definition von «Medical Retail». «Ich will den Markt neu auf- und für jeden zugänglich machen», antwortet er auf dem Weg nach oben auf die Frage, worum es ihm eigentlich gehe. Jeden zu duzen, das wird bald klar, ist für seine Ambitionen ein Statement. Der Markt, in den er sich drängt, strotzt hierzulande nämlich vor Diskretion, Steifheit, Abstand und sprichwörtlicher Exklusivität: Eingriffe zur Ausmerzung äusserer Makel.

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