Sie galten lange als Prototyp des klassischen Bankers, waren 20  Jahre in Diensten der Credit Suisse, leiteten unter anderem das Schweizer Private Banking. Und nun Bitcoin. Wie kam es dazu?
Es stimmt, ich habe den Grossteil meiner Karriere im althergebrachten Geschäft mit Privatkunden verbracht. Doch stets haben mich Themen interessiert, die neu und vielleicht noch ungewöhnlich waren und die ich für mich und für die Kunden erschliessen wollte.

Zum Beispiel?
Bei der Credit Suisse war es 2003 etwa das damals aufkommende Thema Mikro­finanz, das mich faszinierte. Die Frage, wie man sich mit Mikrokrediten aufmachen kann, um die Armut in verschiedenen Weltregionen zu bekämpfen, und wie man dies auch in ein funktionierendes Geschäftsmodell für die Bank einbauen kann. Ich habe die Mikrofinanzinitiative gegen viel internen Widerstand durch­setzen müssen. Ich bin belächelt worden, und es gab auch Leute, die sagten: «Only over my dead body» (lacht).