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Digitales Leben
Online? Offline? Immer Stress mit dem Aktivitätsstatus

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LinkedIn: Der Aktivitätsstatus wird neu angezeigt. Screenshot LinkedIn

Nun hat auch LinkedIn einen Aktivitätsstatus, der zeigt, wer online ist. Unserem Autor geht das auf die Nerven.

Tim Höfinghoff
Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
2017-09-08

Kürzlich hat mich Linkedin mit einer Innovation erschreckt. «Neu: Aktivitätsstatus» stand da geschrieben. Und: «Ihre Kontakte können jetzt sehen, ob Sie aktiv sind.» Ob ich aktiv bin? Schon länger geht es mir auf die Nerven, dass alle Welt angeblich immer wissen muss, ob ich gerade online unterwegs bin oder nicht.

Bei Linkedin fängt diese Unsitte ebenfalls an. Ich kann sehen, ob ein «Kontakt jetzt aktiv» ist oder sogar «auf Mobilgerät ­aktiv» ist. Brauche ich das? Sicher nicht.

Bei vielen anderen Anbietern wie etwa bei Skype gibt es diese Aktivitätsstatus-Unsitte schon seit langer Zeit. Bei Skype kann ich zwischen nicht weniger als fünf Varianten auswählen, darunter natürlich «offline» und «online». Es ist zudem noch eine Sonderform von «offline» verfügbar. Dabei ist man gar nicht offline, aber alle sollen denken, man sei es.

Wenn ich mich schon den lieben langen Tag damit beschäftigen soll, ständig meine verschiedenen Statusmeldungen zu verwalten, dann sollte es wenigstens vollständig und eine Portion ehrlicher sein.

So habe ich ein Social-Media-Verwaltungsprogramm, das mir bei Inak­tivität immer eine Eule mit geschlossenen Augen auf dem Bildschirm zeigt. Dazu kommt der passende Text: «Ich bin am Dösen».

Das ist mal eine Aktivitätsstatus-Anzeige, die ich bräuchte und tatsächlich auch nutzen würde.

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