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Geldberatung
Goldvreneli: Welche Jahrgänge sind besonders wertvoll?

 

Goldvreneli sind bei Sammlern und Anlegern beliebt. Welche Jahrgänge sind besonders gewinnträchtig? Und lohnt sich der Verkauf heute?

Kommentar  
Von Fredy Hämmerli
am 05.08.2016

Experten beantworten Ihre Fragen

Im Bereich Invest bekommen Sie regelmässig Informationen rund um Anlagethemen. Doch oft stellen sich konkrete Fragen aufgrund der individuellen Vermögenssituation, die im Rahmen der normalen redaktionellen Berichterstattung nicht erschöpfend beantwortet werden können. Etwa bei Immobilien- und Steuerfragen gibt es immer wieder kantonale Unterschiede, die ins Gewicht fallen.

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Eine Auswahl der Fragen inklusive der entsprechenden Antworten stellen wir Ihnen wöchentlich vor.

Frage: Ich habe Goldvreneli der Jahrgänge 1883, 1902, 1910 und 1935 in meinem Besitz. Wie hoch ist ihr Wert ungefähr? Wäre heute ein günstiger Zeitpunkt für einen Verkauf? Und wo würde ich am meisten lösen? 

Leider muss ich Sie enttäuschen. Keiner dieser Jahrgänge hat einen speziellen numismatischen Wert. Sie alle stammen aus Grossauflagen und bringen bloss den jeweils in den Zeitungen publizierten Tageskurs für Goldvreneli. Einzig beim Jahrgang 1935 gab es zwei Serien: Die Kleinserie mit einem blossen B (statt einem LB) links der Jahreszahl bringt vielleicht 20 Franken mehr.

Eher selten und damit von speziellem Sammlerwert sind die Jahrgänge 1903, 1904, 1905, 1906 und 1926, Sie bringen je nach Qualität bis zu 100 Franken mehr als ein gewöhnliches Vreneli. Beim Jahrgang 1883 handelt es sich um eine Helvetia (Gelbgold), nicht um ein Vreneli (Rotgold ab 1897). Preislich werden sie leicht höher gehandelt als die Vreneli. Es gibt immer mal wieder Banken, die ein paar Franken mehr bezahlen beim Ankauf.

Münzen als «Notgroschen» behalten

Es kann sich lohnen, vorher telefonisch bei ein paar Banken in Ihrer Umgebung nachzufragen. Ob heute der optimale Zeitpunkt für einen Verkauf ist, kann ich nicht sagen. Wenn Sie das Geld nicht brauchen, würde ich die Münzen als «Notgroschen» behalten, zumal die Differenz zwischen Ankauf und Verkauf mit 15 Prozent gross ist.

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