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Geldberatung
Yield, Growth, Equity: Das bedeuten diese Anlagestrategien

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Kunden in der Bank: In aller Regel bedeutet ein höheres Ertragspotenzial ein erhöhtes Risiko. Keystone

Wenn der Bankberater wissen will, welche Anlagestrategie man verfolgen möchte, sind viele Kunden verunsichert. Die wichtigsten Investstrategien.

Eckhard Baschek
Kommentar  
Von Eckhard Baschek
2016-10-03

Experten beantworten Ihre Fragen

Im Bereich Invest bekommen Sie regelmässig Informationen rund um Anlagethemen. Doch oft stellen sich konkrete Fragen aufgrund der individuellen Vermögenssituation, die im Rahmen der normalen redaktionellen Berichterstattung nicht erschöpfend beantwortet werden können. Etwa bei Immobilien- und Steuerfragen gibt es immer wieder kantonale Unterschiede, die ins Gewicht fallen.

Deshalb stellen wir unseren Abonnentinnen und Abonnenten ab sofort einen neuen Service zur Verfügung und werden Ihre Fragen rund um die Vermögensanlage inklusive Immobilien und steuerlichen Aspekten von einem Expertenteam in kurzer Frist beantworten – konkret, produkteunabhängig, diskret und kompetent.

Weitere Informationen zur Geldberatung gibt es unter www.handelszeitung.ch/geldberatung.

Eine Auswahl der Fragen inklusive der entsprechenden Antworten stellen wir Ihnen wöchentlich vor.

Frage: Mein Bankberater möchte von mir wissen, welche Anlagestrategie ich verfolgen möchte. Er hat mir mehrere Kategorien zur Auswahl gegeben. Aber was heisst nun «fixed income», «yield», «balanced», «growth» und «equity»?

Grundsätzlich geht es dabei um die Frage, welche Risiken Sie einzugehen in der Lage und auch bereit sind, um entsprechende Renditen zu erhalten. In aller Regel bedeutet ein höheres Ertragspotenzial ein erhöhtes Risiko. Wichtig ist dabei auch die Dauer Ihres Anlagehorizonts.

Aber zu den Begriffen: «Fixed income» lässt sich übersetzen mit «festverzinslich», also Anleihen wie beispielsweise Obligationen oder Festgeldkonten. «Yield» (Rendite, Ausbeute) mischt etwa einen Fünftel Anleihen ein, deren Ertrag nicht im Voraus feststeht, typischerweise Aktien. Bei «balanced» (ausgeglichen) beträgt der Anteil der Papiere mit Wertschwankungen 40 bis 50 Prozent. Bei «growth» (Wachstum) ist der Anteil an Aktien sehr hoch (rund 60 Prozent), der von Anleihen ist tief. «Equity», also Eigenkapital, ist eine Strategie, die stark auf Aktien ausgerichtet ist.

«Hin und Her macht Taschen leer!»

Während bei «fixed income» auch ein kleiner Anlagehorizont sinnvoll sein kann, beispielsweise zwei Jahre, sollte man bei risikoreichen Strategien mit ihren starken Kursschwankungen fünf bis zehn Jahre einplanen. Die Art der Verteilung Ihrer Mittel auf die verschiedenen Anlageklassen ist ein wesentlicher Faktor in Bezug auf die zukünftige Wertentwicklung. Man schätzt, dass zwei Drittel bis 80 Prozent des Anlageerfolgs von dieser «Asset Allocation», also der Verteilung des Kapitals, abhängen. Dagegen spielen gelegentliche Aktientaucher nur eine untergeordnete Rolle.

Deshalb ist es auch wichtig, bei einer passenden, gewählten Anlagestrategie zu bleiben. So, wie keine Strategie aus nur kurzfristig wirksamen Gründen ständig geändert werden sollte - dann ist es keine Strategie mehr. Ein weiterer Nachteil: Durch ständiges Verschieben, also immer neue Transaktionen, entstehen auch zusätzliche Kosten, sofern es keine Pauschalen gibt. Und diese Gebühren wirken sich gerade in einer Tiefzinsphase schmerzlich aus. «Hin und Her macht Taschen leer!»

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