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Kredit: 6 Irrtümer bei der Kostenberechnung

moneylandam 03.01.2018

Bei der Kostenberechnung von Konsumkrediten kommt es immer wieder zu Fehlern. moneyland.ch, der Schweizer Online-Vergleichsdienst, listet die 6 grössten Irrtümer auf.

Am günstigsten ist es natürlich, gar keinen Kredit aufzunehmen. Wer trotzdem einen Kredit beansprucht, sollte nicht Opfer einer der folgenden Irrtümer werden.

Irrtum Nummer Eins: Effektiver und nominaler Zinssatz

Im Rahmen des Konsumkreditgesetzes werden Schweizer Kredite mit dem so genannten effektiven Jahreszinssatz berechnet. Dieser ist der wichtigste Kostenindikator von Privatkredit-Angeboten. Dabei lassen sich die Monatsraten und damit die Kreditkosten aus dem effektiven Jahreszinssatz, dem Kreditbetrag und der Laufzeit herleiten. Wie das genau funktioniert, können Sie mit Kreditrechner von moneyland.ch simulieren. Dabei wird auch deutlich, dass es sich nicht um nominale Zinssätze handelt.

Irrtum Nummer Zwei: Nur indikative Zinssätze berücksichtigen

Kreditanbieter geben für die Kostenhöhe Ihrer Kredite häufig eine Zinsspanne an, zum Beispiel 4.5% bis 9.5%. Damit sind die minimalen und maximalen effektiven Jahreszinssätze gemeint. Die Werte sind indikativ und folglich für den Kreditgeber nicht bindend. Nur Kreditnehmer mit der besten Bonität erhalten den tiefsten Zinssatz – den meisten Kreditnehmern bleibt das günstigste Angebot verwehrt. Erst das finale Kreditangebot legt den tatsächlichen Zinssatz und damit die tatsächlichen Kreditkosten fest. Lassen Sie sich beim Vergleich der Kreditzinsen also nicht nur durch die minimalen Zinsangebote leiten.

Irrtum Nummer Drei: Vorschüssige und nachschüssige Raten

Schweizer Konsumkredite werden mit nachschüssigen Raten getilgt. Dabei handelt es sich um Rückzahlungen, die am Ende des Monats geleistet werden. Im Unterschied dazu fallen vorschüssige Ratenzahlungen jeweils am Monatsanfang an. Den tatsächlichen Unterschied der beiden Methoden können Sie mit dem Kreditrechner auf moneyland.ch nachvollziehen, der beide Varianten berücksichtigt.

Irrtum Nummer Vier: Auswirkung der Laufzeit falsch einschätzen

Die Kreditkosten steigen mit einer längeren Laufzeit markant an. Häufig unterschätzen Kreditnehmer diesen «Laufzeit-Effekt». Sie sollten sich deshalb für eine möglichst kurze Kredit-Laufzeit entscheiden.

Beispiel: Für einen Kreditbetrag von 25'000 Franken mit einem effektiven Jahreszinssatz von 8.9% müssen Sie für eine Laufzeit von 12 Monaten ungefähr 1174 Franken an Kreditkosten zahlen.

Für eine Laufzeit von 36 Monaten müssen Sie für den gleichen Kredit ungefähr 3435 Franken zahlen. Die Kreditkosten sind damit für die längere Laufzeit um rund 2261 Franken höher.

Irrtum Nummer Fünf: Frühzeitige Rückzahlung falsch berechnen

In der Schweiz haben Sie das Recht, Ihren Konsumkredit jederzeit vollständig zurückzuzahlen. Und zwar unabhängig von der gewählten Laufzeit. Viele Kreditnehmer sind sich nicht bewusst, dass Sie mit einer vorzeitigen Kredit-Rückzahlung viel Geld sparen können.

moneyland.ch hat deshalb einen Restschuld-Rechner programmiert, mit dem Sie das Sparpotenzial für eine vorzeitige Rückzahlung ganz einfach berechnen können. Beispiel: Ein Kredit in der Höhe von 25'000 Franken, einem Zinssatz von 8.9% und einer Laufzeit von 24 Monaten kostet Sie rund 600 Franken weniger, wenn Sie ihn bereits nach 12 Monaten vollständig zurückzahlen.

Fehler Sechs: Kredit-Ablösung falsch berechnen

Um Kosten zu sparen, sollten Sie einen Kredit so rasch als möglich zurückzahlen. Wenn das nicht in Frage kommt, könnten Sie immerhin eine Kreditablösung ins Auge fassen. Auch bei Kreditablösungen wird das Sparpotenzial häufig falsch berechnet. moneyland.ch hat deshalb einen Rechner programmiert, der Ihnen die möglichen Ersparnisse bei einem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter anzeigt.

Weitere Informationen:
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