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Schiesserei
Blutbad im Kanton Aargau fordert fünf Tote

Abgesperrter Tatort in Würenlingen: Fünf Tote.   Keystone

In Würenlingen hat ein 36-Jähriger vier Menschen getötet. Nach der Tat richtete er sich selber. Es handelt sich offenbar um ein Beziehungsdelikt.

Veröffentlicht am 10.05.2015

Beim Tötungsdelikt vom Samstagabend in Würenlingen AG mit fünf Toten handelt es sich um ein Beziehungsdelikt. Der Täter, ein 36-jähriger vorbestrafter Familienvater aus dem Kanton Schwyz, richtete sich nach der Tat selber.

Die Tat spielte sich an zwei verschiedenen Tatorten im selben Quartier in Würenlingen ab, wie der Aargauer Kripochef Markus Gisin vor den Medien sagte. Am ersten Tatort schoss der Mann einen 58-jährigen Mann, eine 57-jährige Frau und einen 32-jährigen Mann nieder. Es handelte sich um die Schwiegereltern und den Schwager des Täters.

Verheiratet und drei Kinder

Nach der ersten Tat erschoss der Mann ganz in der Nähe einen 46-jährigen Mann, ehe er sich selber erschoss. Ob es sich bei dem vierten Opfer um ein Zufallsopfer handelt, weiss die Polizei zur Zeit noch nicht. Bei seiner Tat benützte er eine Faustfeuerwaffe.

Der im Kanton Schwyz wohnhafte Täter ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebte getrennt von seiner Frau und seinen Kindern. Sowohl der Täter wie seine Familie waren fürsorgerisch untergebracht.

Schon einmal Mehrfachmord in Würenlingen

Die Gemeinde Würenlingen war schon einmal Schauplatz eines Mehrfachmordes. Am 13. Dezember 1985 erschoss der damals 33-jährige Immobilienhändler Alfredo Lardelli im Würenlinger Ortsteil Siggenthal-Station, nur wenige 100 Meter vom jetzigen Tatort entfernt, den Ehemann seiner damaligen Geliebten und zwei Prostituierte. Für den Dreifachmord wurde Lardelli mit 20 Jahren Gefängnis bestraft.

(sda/dbe)

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