Die Entwicklung kennt nur eine Richtung – steil nach oben. Nicht nur in der Schweiz, auch im Ausland klettern die Immobilienpreise seit vielen Jahren von einem Hoch zum nächsten.

Beispiel Deutschland. Dort gab es seit 2010 bei den Immobilienpreisen ein durchschnittliches Wachstum von 5,3 Prozent pro Jahr. Insgesamt war das ein Preisanstieg um fast 70 Prozent.

Das Corona-Jahr machte keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil! Die Preise für Liegenschaften kletterten bei den Nachbarn in 2020 nämlich weit überdurchschnittlich stark um 8,6 Prozent.

Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert. Die jährliche Performance des Musterdepots seit Start im April 2010 beträgt +14,6 Prozent (DAX: +7,8 Prozent).

Transparenzhinweis: Der Autor berät Anlageprodukte. In diesem Beitrag besprochene Aktien können zum Anlageuniversum zählen.

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In der Schweiz übrigens verbuchten beispielsweise Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr einen Preisanstieg um 5,6 Prozent.

Grund für diesen Run auf Immobilien bei den Nachbarn sind nicht nur die Corona-Folgen mit dem Wunsch der Menschen nach mehr Wohnraum oder wenn möglich sogar einem eigenen auch schon kleinem Garten, sondern auch staatliche Förderhilfen in Deutschland.

Es gibt Kinderzulagen und Wohnbauförderung mit Staatskrediten durch die Kfw, die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Hohe Gewinne…

Wer da nicht zugreift, verpasst eine fast einmalige Chance. Denn die Belastung im Nullzinsumfeld ist insgesamt oft nur halb so hoch wie zur Miete wohnen. Den Run auf die eigenen vier Wände spiegeln die Zahlen von CR Capital wider.

Der Immobilienentwickler baut Wohnungen, Reihen- und Doppelhäuser am Stadtrand von Berlin und im Raum Leipzig und kann seine Objekte wegen einer mehr oder weniger industriellen Fertigung günstig anbieten.

Kein Wunder, dass die Käufer dem Berliner Immokonzern die Objekte im aktuellen Umfeld regelrecht aus den Händen reissen. Nach vorläufigen Zahlen erzielte CR Capital im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 45 Millionen Euro.

Das waren geschätzt etwa 11,50 Euro je Aktie. Und der aktuelle Boom dürfte kein Strohfeuer gewesen sein.

… und ein hoher Auftragsbestand

Denn CR Capital sitzt derzeit auf einer Projektpipeline an Häusern in Bau oder Planung mit 600 Einheiten. Neuprojekte, die künftig noch akquiriert werden, sind da noch gar nicht mitgerechnet.

Die mittelfristigen Ziele der Berliner kommen so in Reichweite: 2024 soll das Projektvolumen bei 500 Einheiten in einem Jahr liegen. Der Gewinn könnte dann nochmals deutlich ansteigen.

Mit einem 3er- oder 4er-KGV ist die Aktie aber schon jetzt mehr als günstig. Nach Bekanntgabe der vorläufigen Jahreszahlen prallte CR Capital von der Unterstützung bei 30 Euro nach oben ab. Kurse von 35 Euro und darüber sind jetzt ganz schnell wieder drin.

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CR Capital AG

ISIN: DE000ASGS625

Gewinn je Aktie 2021e: 8,0 €

KGV 2021e: 4,0

Dividende/Rendite 2020e: 1,0 €/3,1%

EK je Aktie: 43,39 €

EK-Quote: 90,0%

KBV: 0,7

Kurs/Ziel/Stopp: 32,0/48,50/23,70 €