1. Home
  2. Googles Lautsprecher Nest Hub Max kann Gesichter erkennen

IoT
Googles smarter Lautsprecher kann jetzt Gesichter erkennen

MOUNTAIN VIEW, CALIFORNIA - MAY 07: Alexander Hunter demonstrates the new Nest Hub Max during the 2019 Google I/O conference at Shoreline Amphitheatre on May 07, 2019 in Mountain View, California. Google CEO Sundar Pichai delivered the opening keynote to kick off the annual Google I/O Conference that runs through May 8. (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)

Vorführung: Ein Google-Mitarbeiter präsentiert den smarten Lautsprecher.

Quelle: Getty Images

Der Tech-Konzern setzt mit dem «Nest Hub Max» auf die Gesichtserkennung. Datenschützer sind besorgt.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Google setzt als erster Tech-Konzern Gesichtserkennung im vernetzten Zuhause ein und riskiert damit neue Kritik von Datenschützern. Der Internet-Konzern stellte am Dienstag (Ortszeit) einen smarten Lautsprecher mit Display und Kamera vor, der die Anzeige daran anpassen kann, wer gerade vor ihm steht.

Anzeige

Alle Informationen zur Gesichtserkennung würden dabei ausschliesslich auf dem Gerät verarbeitet und gingen zu keinem Zeitpunkt ins Netz, betonte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O am Dienstag.

Das «smarte Display» mit dem Namen Nest Hub Max soll zunächst nur in den USA, Grossbritannien und Kanada auf den Markt kommen und 229 Dollar kosten. Google verspricht durch die automatische Personalisierung dank Gesichtserkennung einen höheren Nutzen. Zugleich stehen Datenschützer vor allem in Europa Gesichtserkennung generell sehr skeptisch gegenüber.

Google verspricht Datenschutz

Google betonte, die Funktion werde standardmässig ausgeschaltet sein und von den Nutzern erst aktiviert werden müssen. Den Sorgen entgegentreten will der Konzern auch mit einem Datenschutz-Versprechen für das vernetzte Zuhause: Man werde stets klar angeben, welche Daten wofür erhoben werden, heisst es darin unter anderem. Und Google werde persönliche Informationen nie an irgendjemanden verkaufen.

Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz in einem Freilicht-Amphitheater in der Nähe der Firmen-Zentrale in Mountain View liessen Google-Kritiker ein kleines Flugzeug mit einem Protest-Banner über der Veranstaltung kreisen. Darauf stand: «Google-Kontrolle ist nicht Privatsphäre» zusammen mit dem Hashtag «Rettet lokale Nachrichten». Das Dröhnen des Flugzeugmotors liess die Teilnehmer immer wieder in den Himmel blicken.

(reuters/mbü/gku)

Online-Trading

Jetzt Trading-Konto eröffnen und für 29 Franken Tech-Aktien auf cash.ch handeln.

Konto eröffnen
Online-Trading