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Grafik
Jeder zehnte Facebook-Account ist ein Duplikat

Facebook verzeichnet über 2,1 Milliarden User. Liest man jedoch zwischen den Zeilen, sind die Zahlen relativ. So ist beispielsweise jedes zehnte Profil doppelt.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Zwischen Umsatz- und Gewinnangaben und Nutzerzahlen verstecken sich im aktuellen Facebook-Quartalsbericht auch aktualisierte Angaben zum Anteil der Fake-Accounts. So schätzt das Netzwerk den Anteil der doppelten Accounts auf zehn Prozent der monatlich aktiven Nutzer: Bei einer aktuellen weltweiten Nutzerzahl von rund 2,1 Milliarden Menschen sind das über über 200 Millionen Profile. 

Auch der Anteil der falsch klassifizierten und unerwünschten Accounts soll sich auf zwei bis drei Prozent belaufen. Das macht bei der riesigen Nutzerzahl von Facebook immerhin auch rund  62 Millionen Nutzerprofile aus. Ob sich der Fake-Anteil tatsächlich erhöht hat, ist indes unklar. Laut Unternehmensangaben werden die Erkennungs-Methoden fortlaufend weiterentwickelt. 

Neuer Kurs

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in den vergangenen Wochen einige Änderungen bekanntgegeben: Facebooks neuer Kurs, den Mitgliedern weniger Videos zu zeigen, hat schnell zu kürzeren Nutzungszeiten geführt. Die Nutzer verbrachten rund 50 Millionen Stunden weniger auf der Plattform. 

Ein weitere, neue Strategie ist, dass Nutzer weniger Nachrichten und Inhalte von professionellen Facebook-Seiten, vorwiegend von Unternehmen, zu sehen bekommen und stattdessen mehr Beiträge von Freunden und Verwandten. «Den Menschen dabei zu helfen, sich zu vernetzen, ist wichtiger, als die Nutzungszeit zu verlängern», erklärte Zuckerberg. Das werde auf lange Sicht auch Facebooks Zukunft sichern.

Die Geister, die sie riefen

Über zwei Miliarden Menschen nutzen Facebook mittlerweile - das ist über ein Viertel der Menschheit. Facebook ist sozusagen der grösste, virtuelle «Staat» der Welt. Doch je mehr Menschen darauf sind, desto mehr Unfug wird getrieben. Fake-Profile oder doppelte Profile tragen dazu bei, den Wert des sozialen Netzwerks zu verwässern und damit das Interesse der User an einer Nutzung zu schmälern. 

(Mathias Brandt, Statista/tdr)

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