WEF-Gründer Klaus Schwab weist auf Gefahren der sogenannten «vierten industriellen Revolution» hin. Unter deren Motto steht das 46. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, das am 20. Januar beginnt.

Die neue industrielle Revolution werde den Arbeitsmarkt in seinen Grundfesten verändern, sagt Schwab in der Samstags- und Sonntagsausgabe der Westschweizer Zeitung «Le Temps». «Digitalisierung, 3D-Drucker, Big Data, Drohnen, und mehr: All das wird unsere Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttern.»

Viele Anstellungen laut Schwab bedroht

Natürlich würden nicht alle Arbeitsplätze verschwinden. Aber viele Anstellungen, vor allem bei den Dienstleistungen, sind in den Augen des Professors bedroht. Er rechnet mit Stellenverlusten in der Administration und im Bankwesen. Diese geistigen, aber repetitiven Aufgaben würden automatisiert.

Aber wie bereits bei den vorherigen industriellen Revolutionen würden viele zerstörte Jobs durch neue ersetzt, darunter Robotermechaniker oder Drohnenversender, sagt Schwab weiter. Er prognostiziert eine Konzentration der Arbeitskräfte im Gesundheits-, Bildung- und Sozialsektor, eine Entwicklung begünstigt durch die Alterung der Bevölkerung und die Zunahme von Sozialfällen. Auch die Kultur würde profitieren.

(awp/sda/moh)

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