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Finanzlexikon

Anlagevermögen

Definition

Das Anlagevermögen steht auf der Aktivseite einer Bilanz und umfasst alle Vermögenswerte und Produktionsmittel, die längerfristig im Bestand eines Unternehmens verbleiben. Dazu gehören zum Beispiel Grundstücke, Firmengebäude, Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge als auch die Geschäftsausstattung. Das gesamte Vermögen eines Unternehmens umfasst das Umlauf- und Anlagevermögen.

Hintergrund

Neben einer marktfähigen Geschäftsidee bestimmt das Anlagevermögen die Grundlage einer Firma sowie dessen unternehmerischer Tätigkeit. Gleichzeitig trägt es dazu bei, das Unternehmerrisiko zu verringern und Investoren attraktive Sicherheiten zu bieten. Somit erleichtert ein hohes Anlagevermögen auch die Suche nach Fremdkapital. Denn ein hohes Anlagevermögen entspricht auch einem hohen Firmenwert sowie einer verbesserten Kreditwürdigkeit. Jedoch kann ein hohes Anlagevermögen im Vergleich zum Gesamtvermögen auch Nachteile aufweisen: Unternehmen können schwerer auf Veränderungen am Markt reagieren. In welchem Verhältnis das Anlagevermögen zum Umlaufvermögen steht, wird über die Anlagenintensität berechnet. Die Formel dazu: Anlagevermögen : Gesamtvermögen x 100. Je höher der Wert der Anlagenintensität, umso weniger Vermögen steht in der Unternehmung für Investitionen zur Verfügung.

Bilanzbewertung des Anlagevermögens

Als Vermögenswert wird das Anlagevermögen auf der Aktivseite der Bilanz gebucht. Die Bewertung der Position Anlagevermögen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon sind in der Regel Abschreibungen zu subtrahieren. Die Anschaffungskosten werden aus dem Anschaffungspreis minus Rabatte plus Nebenkosten wie z. B. Transport und Versicherungen als auch weitere Kosten wie z. B. Erweiterungen und Änderungen ermittelt. Hat das Unternehmen das Anlagegut selbst produziert, so können alle Aufwendungen für Personal oder Material angesetzt werden, die dafür notwendig waren.