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Finanzlexikon

BaFin

Definition

BaFin ist die Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gestellt, Banken, Versicherungen und den gesamten Wertpapierhandel zu beaufsichtigen.

Hintergrund

Die Interessen der BaFin zielen auf ein nachhaltiges, stabiles, zuverlässiges und vertrauenswürdiges Finanzsystem. Die Aufsicht richtet sich vor allem an die Aktivitäten der Finanzdienstleister, Banken, Direktbanken, Versicherungen und an den Handel mit Wertpapieren.

Aufgabenbereiche

Zu den Aufgaben der Regulierung gehört zum Beispiel die Überprüfung, ob sich die Banken an Gesetze halten oder finanziell gut ausgestattet sind. Die BaFin überwacht zudem den gesamten Börsenhandel, indem sie versucht, Investoren vor Betrügereien wie Insiderhandel und Kursmanipulationen zu schützen. Darüber hinaus greift sie in Krisenzeiten ein, um die Märkte zu stabilisieren. Zum Beispiel setzte die BaFin während der Finanzkrise für eine gewisse Zeit die Leerverkäufe bestimmter Wertpapiere aus. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde hat jederzeit Zugriff auf alle Bankkontodaten, um so kriminelle Handlungen wie Geldwäsche aufzudecken. Die BaFin nimmt auch Beschwerden von Kunden entgegen und ergreift ggf. notwendige Massnahmen.

Strafverfolgung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist ermächtigt bzw. verpflichtet, bei begründetem Verdacht von Insiderdelikten, Marktmanipulationen, unerlaubten Bankgeschäften, Kapitalanlagebetrügereien oder Börsenspekulationsgeschäften die ermittelten Daten an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Wobei die BaFin sich selbst als eine Art Strafverfolgungsbehörde betrachtet.