Definition

Die Abkürzung Xetra (MIC-Code XETR) ist ein elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse und steht für Exchange Electronic Trading. Es regelt Käufe und Verkäufe von Wertpapieren ausschließlich über Computer.

Hintergrund

Das elektronische Handelssystem Xetra wurde im Jahre 1997 an der Deutschen Börse eingeführt und ersetzte mit einer verbesserten Performance und Kosteneffizienz den IBIS-Handel. Die Verfechter des Xetra-Handels argumentierten mit niedrigen Transaktionskosten, marktgerechten Ausführungspreisen, Standortunabhängigkeit, Gleichberechtigung sowie Anonymität der Handelspartner. Gleichzeitig wurden technische Anforderungen wie zum Beispiel Systemverfügbarkeit, Latenz, Systemstabilität, Skalierbarkeit und eine langfristig zunehmende Marktaktivität ins Feld geführt. Am Xetra-Handel kann jedes Mitglied der Deutschen Börse werden. Der Xetra-Computer befindet sich in Frankfurt am Main und ist mit den weltweiten Börsen verbunden. Dies ermöglicht den internationalen Anlegern auch außerhalb der vorgegebenen Börsenzeiten Wertpapiergeschäfte zu tätigen. Über den Computer stehen dann mehr als 200 Teilnehmer aus 16 europäischen Ländern sowie aus anderen Ländern in Kontakt. Somit hat der Computer-Börsenhandel den traditionellen Parketthandel in den vergangenen Jahren immer weiter verdrängt. Mittlerweile wird ein großer Teil des deutschen Börsenhandels über das Xetra-Computersystem abgewickelt. 2015 lief 90 Prozent des gesamten deutschen Aktienhandels über Xetra. Für die DAX-Werte erzielte Xetra in ganz Europa einen Marktanteil von 60 Prozent. Dank dieser hohen Umsätze kann eine Order über Xetra schnell und zu marktgerechten Preisen ausgeführt werden.

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