Die weltgrösste Kryptobörse Binance kann nach Einschätzung der britischen Finanzaufsicht FCA nicht ordnungsgemäss überwacht werden. Die Plattform stelle daher ein beträchtliches Risiko für Verbraucher dar, geht aus einem von der Behörde veröffentlichten Dokument am Mittwoch hervor. Antworten von Binance auf zwei Anfragen mit Blick auf das Geschäftsmodell und Aktien-Token (digitale Versionen von Anteilsscheinen) habe die Behörde zudem wie eine Weigerung zur Informationsherausgabe aufgefasst. Ein Binance-Sprecher teilte mit, dass man mit der Behörde kooperieren und Richtlinien entwickeln wolle, die Konsumenten schützten.

Im Juni hatte die FCA der britischen Unternehmenstochter Binance Markets untersagt, Aktivitäten zu betreiben, die der Marktregulierung unterliegen. Die FCA warnte zudem Verbraucher davor, die Angebote des gesamten Binance-Konzerns zu nutzen. Eine Begründung veröffentlichte die FCA damals nicht. Die Handelsplattform war zuvor auch in Deutschland, Japan und den USA ins Visier der Behörden geraten. Die Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt befürchten auch, dass der Boom der Kryptowährungen Geldwäsche begünstigt und systemische Risiken erhöht.

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