Berichte aus China sprechen mittlerweile von mehr als 40'000 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind. Über 900 Menschen sind bereits am Virus gestorben. Noch immer nimmt die Zahl der Neuerkrankungen Tag für Tag zu. In den betroffenen Regionen bleiben die Produktionsbetriebe geschlossen.

Das dürften – früher oder später – auch viele Schweizer Unternehmen zu spüren bekommen, egal ob sie nun selber vor Ort produzieren oder von chinesischen Zulieferfirmen abhängig sind. Die Folge könnten Lieferengpässe sein.

Burckhardt, OC Oerlikon, Meyer Burger

Während sich der breite Schweizer Aktienmarkt bisweilen als überraschend robust erweist, bekunden die Aktien betroffener kleinerer und mittelgrosser Unternehmen zusehends Mühe. In einem Strategiepapier zu diesem Thema räumt die UBS denn auch ein, dass die Kursausschläge in diesem Titelsegment zuletzt grösser geworden sind. Wie die grösste Schweizer Bank schreibt, erzielen die von ihr mitverfolgten kleinen und mittelgrossen Unternehmen aus der Schweiz im Durchschnitt 10 Prozent des Jahresumsatzes in China

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Am stärksten betroffen sein dürften Burckhardt CompressionOC Oerlikon und Meyer Burger mit einem jeweiligen Umsatzanteil von gut 30 Prozent.
Firmen wie Sonova, Straumann und Dätwyler produzieren hingegen in China; weitere Gesellschaften wie DKSH oder SGS wiederum sind von dortigen Unternehmen abhängig.

Es drohen schwache Erstquartalszahlen

Wie die UBS vorrechnet, könnten diesen Firmen unter negativen Annahmen zwischen 20 und 50 Prozent des Umsatzes aus China wegbrechen und den Umsatz im ersten Quartal um bis zu 5 Prozent schmälern.
Längerfristig allerdings zahle sich für die betroffenen Unternehmen das starke Standbein in China weiterhin aus, so die Grossbank weiter. Denn die dortigen Wachstumsaussichten bleiben auf mittlere bis lange Sicht gut.

Insbesondere bei den Aktien von OC Oerlikon, Tecan, Dätwyler, Georg Fischer und Inficon erachtet sie mögliche Kursschwächen als günstige Einstiegsgelegenheiten. Diese fünf Titel werden von der UBS auch offiziell zum Kauf empfohlen.

Grundsätzlich sehen Banken bei den vom «befallenen» Aktien eher Kaufgelegenheiten. Vor der UBS schrieben erst vor wenigen Tagen schon Goldman Sachs, die Citigroup und Merrill Lynch, bei welchen Titeln sie zugreifen würden.

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