Das St. Galler Unternehmen gab 19 Millionen Aktien der Klasse A zu einem Preis von 27 US-Dollar aus. Damit wurde Sportradar insgesamt mit 8 Milliarden US-Dollar bewertet.

Am ersten Handelstag kam die Aktie aber unter Druck: Der Kurs bröckelte stetig ab, er schloss schliesslich bei 25.05 Dollar – und damit um gut 7 Prozent unter dem Ausgabekurs. Zum Vergleich: Der Nasdaq-100-Index verlor am gleichen Tag 0,33 Prozent, der Dow-Jones 0,84 Prozent.

Die Aktien der Klasse A werden unter dem Ticker «SRAD» am Nasdaq Global Market gehandelt. Über die 19 Millionen Aktien hinaus hat Carsten Koerl, Gründer und CEO von Sportradar, den Konsortialbanken eine 30-tägige Option eingeräumt, bis zu 2,85 Millionen zusätzliche Stammaktien zum Preis des Börsengangs zu erwerben. Damit könnte das Unternehmen rund 590 Millionen US-Dollar lösen. Hinzu kommt eine Privatplatzierung im Rahmen des Börsengangs von über 160 Millionen US-Dollar bei einem bestehenden Aktionär.

 

Sportmarketing: Das ganz grosse Spiel

Sportradar-Chef Carsten Koerl zimmerte aus einem St. Galler Fünf-Mann-Betrieb eine hochrentable Digitalfirma. Jetzt will er Amerika erobern. HZ+

Sportradar ist weltweit an über 30 Standorten präsent und beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter. Das Unternehmen erfasst Sportdaten und verarbeitet digitale Inhalte. Es beliefert damit Sportmedien, die Sportwettenbranche oder nationale und internationale Verbände.

Zu den Verwaltungsräten gehört unter anderem Ringier-Chef Marc Walder. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von 405 Millionen Euro und einen Reingewinn von 14,8 Millionen Euro erzielt.

Nach der Transaktion wird Koerl als einziger Besitzer von Aktien der Klasse B weiterhin bis zu 81,8 Prozent der Stimmrechte an Sportradar halten. Koerl hatte das Unternehmen vor 20 Jahren gegründet.

(AWP/sas)

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