Es heisst, Krypto sei ein Buch mit sieben Siegeln. Das stimmt na­türlich nicht. Es sind deutlich mehr. Denn alles, was damit zusammenhängt, steckt in den Kinderschuhen und ist in den meisten Fällen für den Endkonsumenten zu kompliziert, eigentlich unzugänglich – abgesehen vom spekulativen Kauf von Bitcoins über eine klassische Bank wie Swissquote oder Vontobel.

Doch schon nur die heutigen Möglichkeiten von Krypto deuten an, was dereinst vielleicht möglich wird: Dinge von Wert im Internet einfacher herausgeben, tauschen und herumschicken, als dies heute möglich ist. Hier folgt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Abenteuerlustige, die Krypto schon heute ausprobieren möchten. Wir kaufen dabei eine Kryptowährung, brauchen sie im Internet und verkaufen sie schliesslich wieder gegen vertraute Schweizer Banknoten. Es ist ein Realitätscheck, wie es um Krypto im Alltag steht.

Eines vorneweg: Krypto ist nicht gleich Krypto. Auch Projekte wie Facebooks Globalwährung Libra oder der geplante Yuan-Coin der chinesischen Staatsbank segeln unter diesem Brand. Oft ist das indes alter Wein in neuen Schläuchen, verpackt in etwas neuer Technologie. Wir aber schauen uns das echte Ding an: globale, grenzenlose, unregulierte Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum, bei denen kein kontrollierender Staat, keine dirigierenden Konzerne dahinterstehen.

Es wartet die Hölle

Es wird kompliziert werden, die Hölle. Sie werden am Schluss wegen Gebühren möglicherweise weniger Geld haben als am Anfang. Man muss oft warten, manchmal unberechenbar lang. Und Sie werden sich fragen: Warum nur tue ich mir das an?

Es gibt darauf nur eine einzige Antwort, die ­einen nicht davonlaufen lässt: Man tut es, um einen kleinen Einblick in eine neue Welt zu kriegen, die – in viel einfacherer Form als heute – in Zukunft ­wichtig werden könnte. Also um selber zu erfahren, dass Krypto nicht nur ein Spekulationsphänomen ist, sondern auch ein Stück verwunderlicher Technologie, die einem erlaubt, plötzlich Vermögenswerte und Geld auf dem Handy zu haben und zu kontrollieren, ohne auf andere Banken oder Unternehmen angewiesen zu sein.

Falls Sie an Bord bleiben wollen, dann los! Folgend finden Sie acht Schritte, die das Handy zur Bank machen:

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1. Das Handy wird Portemonnaie

Die bekannteste Währung ist natürlich Bit­coin. Wir kaufen jedoch die zweitwichtigste Währung, Ether. Diese braucht man heute am häufigsten für konkrete Anwendungen.

Kryptowährungen und neue digitale Assets müssen in einer Wallet, einem digitalen Portemonnaie, gespeichert werden. Meistens geschieht das über eine App. Wir nutzen Metamask: Die App kann im Play Store oder im App Store heruntergeladen werden. Metamask zeigt nach der Installation die persönliche Kontonummer an. Das ist eine lange Zeichenkombination, die mit «0x» beginnt. Auf dieser Kontonummer werden die Kryptowährungen sinnbildlich liegen.

Bevor allerdings etwas von Wert auf die Wallet verschoben werden soll, muss ein Backup gemacht werden. Sonst wären bei Handy-Verlust auch die Kryptowährungen unwiederbringlich weg. Hierfür in der App oben links auf die Menustreifen tippen, dann auf das Einstellungen-Zahnrad, dann «Secu­rity & Privacy», dann runterscrollen und «reveal seed phrase» antippen. Daraufhin die angezeigten zwölf Worte in der richtigen Reihenfolge auf ein Stück Papier aufschreiben und sicher aufbewahren. Vorsicht: Wer diese zwölf Worte kennt, kann die Wallet leerräumen.
Nachbemerkung: Es gibt inzwischen Dutzende von Apps fürs Handy und für den Desktop-Computer. Der Einfachheit halber sind Apps vorzuziehen, die gleichzeitig das Surfen im Internet erlauben. Das macht das spätere Verwenden der Kryptowährungen friktionsarm. Metamask leistet das, allerdings ist die App in diesen Wochen noch im Beta-Stadium. Und deshalb sollten nicht allzu grosse Mengen an Geld auf der App lagern.

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2. Ether kaufen am Automaten 

Ether ist die Währung des Netzwerks Ethe­reum. Die meisten Endnutzeranwendungen bauen zurzeit darauf auf. Es gibt Dutzende von Wegen, Ether zu kaufen. Via Kreditkarte bei regulierten Anbietern wie Bitpanda, via Banküberweisung bei Schweizer Brokern wie Bity oder Bitcoin Suisse. Wir wählen den handfesten Weg über Wechselautomaten (ATM), die Banknoten gegen Ether tauschen. Sie stehen inzwischen in zahlreichen Städten in der Schweiz (siehe hier), so auch im Restaurant D-Vino am Limmatplatz in Zürich. Die Bedienung des Automaten ist intuitiv: Ether (ETH) antippen, dann «Kauf». Jetzt spuckt der Automat einen Zettel aus, den wir später brauchen. Nun eine 100-Franken-Note reinschieben (mindestens 30 Franken) und «ETH kaufen» antippen. Fertig.

Noch sind die Ether nicht auf unserem Konto in der Metamask-App. Der Automat schickt sie stattdessen an die Kontonummer, die auf dem ausgedruckten Zettel steht. Auf dem Zettel steht auch der sogenannte Private Key – eine Art Passwort für dieses Konto. Wer es kennt, kann die Ether ausgeben. Deshalb geben wir diesen Private Key nun in Metamask ein. Hierfür in der Metamask-App die Wallet ansteuern (Menustreifen oben links, dann Wallet), dort das Scan-Symbol oben rechts ­antippen und die Handy-Kamera auf den oberen QR-Code auf dem Zettel richten. Damit wird das Konto auf dem Zettel als zweiter ­Account (Konto) in Metamask angelegt. Zwischen diesen kann man wechseln, indem man das jeweilige Account-Bildchen antippt.

Gratulation. Sie haben nun Ether auf Ihrem Handy. Wenn auch zu einem stattlichen Preis. ATM sind noch teuer. Der verrechnete Kurs ist rund 5 Prozent höher als an den grossen internationalen Börsen.
Nachbemerkung: Je nach Belastung des Netzwerks dauert es von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten, bis die Ether vom ATM überwiesen sind. Die ATM geben auch Bitcoin aus. Diese können nicht auf Metamask geladen werden. Dafür braucht es andere Apps (etwa Bitcoin Wallet von Bitcoin Wallet Developers).

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Glossar

Adresse: Wie im klassischen Banking gibt es auch in der Kryptowelt so etwas wie Kontonummern. Sie werden meistens Adressen genannt.

Private Key: Zu jeder Adresse existiert ein Passwort. Das nennt man Private Key. Wer ihn kennt, kann die Vermögenswerte auf einer Adresse versenden.

Transaktion: Jedes Verschieben von Kryptovermögenswerten von einer Adresse zu einer anderen wird in einer Transaktion dokumentiert. Auch andere Aktionen werden als Transaktionen festgehalten.

Gas: Damit Transaktionen verarbeitet werden, muss man Gebühren bezahlen. Diese heissen im Ethereum-Netzwerk Gas.

Blockchain: Alle ausgeführten Transaktionen sind zeitlich geordnet in einer Datenbank gespeichert. Diese nennt man Blockchain. Öffentliche Blockchains wie jene von Ethereum oder Bitcoin zeichnen sich primär durch eine Eigenschaft aus: Was einmal drinsteht, kann kaum noch verändert werden.

Token: Das ist ein Oberbegriff für alle verschiedenartigen Vermögenswerte und Rechte auf einer Blockchain. Ether ist ein Token. Der Krypto-Dollar ist ein Token. Die Repräsentation einer Aktie ebenfalls.

3. Die erste Transaktion

Als Erstes transferieren wir alle gekauften Ether von Account 2 auf Account 1. Der Account 1 soll der Haupt-Account bleiben, denn dieser ist dank den zwölf Wörtern, die wir aufgeschrieben haben, gut gesichert. (Backup für Account 2 ist der Zettel vom ATM.)

Zum Versenden der Ether steuern wir in der Metamask-Wallet den Account 2 an (Menustreifen oben links, dann das Account-Symbol antippen). Dort steht dann, wie viele Ether wir vom ATM erhalten und importiert haben. Dies antippen und dann das Send-Symbol (aufsteigender Pfeil). Auf der nächsten Seite im «To:»-Feld ist nun «Account1» auszuwählen; unter «Amount:» «Max» antippen, dann «Next» und «confirm». So, damit haben Sie Ihre erste Ethereum-Transaktion getätigt und nach der obligaten Wartezeit werden alle Ether auf Account 1 liegen.

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Nachbemerkung: Aktuell werden auf Ethereum gegen eine Million Transaktionen pro Tag verarbeitet. Damit ist die heutige Kapazitätsgrenze phasenweise erreicht. Wenn Stau herrscht, werden jene Transaktionen schneller verarbeitet, die mehr Gebühren ­bezahlen. Dies kann man in Metamask einstellen, ist aber für Fortgeschrittene.

4. Kypto-Dollar kaufen

Noch ist schwer abschätzbar, welche wirklich neuen Anwendungen die junge Technologie hervorbringt. Auch beim Internet haben So­cial Media, Handy und Streaming den Alltag erst zwei Jahrzehnte nach dem Aufkommen von E-Mail verändert. Heute dominieren in der Kryptowelt klassische Finanzanwendungen. Zum Beispiel Kreditvergabe, Wettplatt­formen, Effektenhandel. Hier wollen wir die in ihrem Wert stark schwankenden Ether in stabilere Krypto-Dollar wechseln, diese als Kredit zur Verfügung stellen und darauf einen Zins erhalten. Und das alles ausserhalb der klas­sischen Bankenwelt.

Uniswap ist eine dezentrale Börse. Dort ­tauschen wir einen Teil der frisch gekauften Ether (ETH) in Krypto-Dollar (USDC). Hierfür tippen wir in der Metamask-App die Menustreifen oben links an und dann Browser. Unter den angepriesenen Projekten im Browser ist Uni­swap. Antippen. Uniswap braucht bei der erstmaligen Verwendung einige Berechtigungen, also «Connect» antippen. Für den eigentlichen Tausch geben wird daraufhin im Feld Input zum Beispiel 0,5 ETH ein, im Feld Output wählen wir USDC. Dann auf «Tauschen» tippen. Jetzt erscheint eine Zusammenfassung der Transak­tion, «Confirm» antippen und warten.

Je mehr Transaktionsgebühren man zahlt, desto schneller geht es. Metamask wählt automatisch eine Gebührenhöhe, welche die Transaktion meistens innerhalb einer Minute bestätigt. Dann sind die frisch gekauften USDC auf unserer Wallet. Das sehen wir, wenn wir oben links wieder die Menustreifen antippen und Wallet wählen.

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Fakten zu Kryptowährungen

Marktkapitalisierung: An den internationalen Börsen werden die Kryptowährungen und Kryptovermögenswerte total mit 222 Milliarden Dollar bewertet. Der grösste Teil entfällt auf Bitcoin, auf Rang zwei folgt Ether. Täglich wechseln Krypto-Assets im Wert von mehr als 10 Milliarden die Hand. Das ist deutlich weniger als in der Boomphase 2017/2018.

Coins: Aktuell gibt es total 4'836 gelistete Kryptowährungen, Coins, Assets und Token – oder wie immer man die neuen digitalen Werte nennen will. Die meisten Token sind nutzlos und haben kaum einen Wert. Doch hinter zahlreichen der Top-Hundert-Coins stehen ernsthafte Startups, die an neuen Dienstleistungen basteln.

Kryptofranken: Es gibt zahlreiche sogenannte Stablecoins. Das sind Coins, welche ihren Wert – gemessen in Dollar oder Franken – behalten sollen. Oftmals sind sie mit klassischen Dollar oder Franken bei einer Bank hinterlegt und von Wirtschaftsprüfern abgesegnet. Der Kryptofranken XCHF wird von einer Zuger Firma herausgegeben. In Umlauf sind 10 Millionen CHF.

Defi: Unter Defi versteht man Decentralized Finance: Der Kunde interagiert nicht mehr direkt mit einer Firma und deren Servern, sondern nur noch mit Programmen auf der Blockchain. Diese Programme übernehmen die Funktion von Börsen, Kreditinstituten und Anbietern von Finanzderivaten. Anfang Jahr waren 150 Millionen Dollar in solchen Finanzdienstleistungen angelegt, jetzt sind es schon 647 Millionen Dollar.

Transaktionen: Die meisten Defi-Dienstleistungen brauchen die Ethereum-Blockchain. Sie kann rund 800'000 Transaktionen pro Tag verarbeiten. Das klingt nach viel, ist aber viel zu wenig. Schon heute kommt das System an seine Grenzen, obwohl Anwendungen für die breite Masse noch gar nicht auf dem Markt sind. Um massentauglich zu werden, müsste die Technologie mehr Kapazität bereitstellen. Daran wird gearbeitet, auch von konkurrenzierenden Blockchains. Ob es gelingt, ist völlig offen.

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5. Sofort Zinsen erhalten

Compound ist eine dezentrale Finanzplattform, auf der man Kredite aufnehmen oder gewähren kann. Wir wollen unsere USDC als Kredit zur Verfügung stellen und dafür einen Zins erhalten. Hierfür wechseln wir wieder in den Browser (Menustreifen oben links antippen, dann Browser) und tippen dort auf das Home-Zeichen (das Haus-Icon) unten auf dem Bildschirm. Auf dem Startbildschirm ist unter den angepriesenen Projekten auch Compound. Auf der Compound-­Seite oben rechts die Menustreifen antippen, dann «App» wählen. Runterscrollen und «USD Coin» (USDC) antippen.

Beim erstmaligen Gebrauch nun «ENABLE USDC» antippen, dann «confirm» und auf die Bestätigung der Trans­aktion warten. Jetzt ist alles bereit für die eigentliche Kreditvergabe. «Supply» antippen, dann zum Beispiel 100 USDC eingeben und nochmals «Supply» tippen, dann «confirm». Fertig. Ab sofort werden die 100 Krypto-Dollar zum Jahreszins von aktuell rund 4 Prozent verzinst.

Nachbemerkungen:

  • 4 Prozent Zins ist viel. Natürlich gibt es auch in der Kryptowelt nichts gratis. Der Zins widerspiegelt neben der Nachfrage schlicht das Risiko für den Fall, dass ­etwas schiefläuft. Zum Beispiel könnten die Programme trotz zahlreichen Überprüfungen fehlerhaften Code enthalten.
  • Ausgeschlossen ist hingegen Betrug. Wer einen Kredit ziehen will, muss dafür andere Kryptovermögenswerte als Sicherheit hinterlegen. Nimmt der Wert dieser Assets wegen Kursschwankungen ab, werden sie voll automatisiert liquidiert und der Kredit mit dem ­Erlös aus der Liquidation wird zurückbezahlt. So sollten die Gelder der Kreditgeber zu keinem Zeitpunkt gefährdet sein.

6. Wetten und Aktien kaufen

Nach ähnlichem Muster könnten nun andere Anwendungen gestartet werden wie gehe­beltes Traden (dydx.exchange), No-Loss-­Lotterie (pooltogehter.us) oder Wetten (guesser.com). Auch Aktien (mit allen Rechten) von vorderhand zwei Schweizer Unternehmen stünden zum Kauf (alethena.com – für Fortgeschrittene). Aber um das alles soll es nun nicht gehen. Sondern darum, nun wieder in die Welt des harten Schweizer Frankens zurückzukehren und die Krypto-Assets zu verkaufen.

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Warum sind Blockchains sicher?

Eine Blockchain ist eine Datenbank. Nur lagert sie nicht auf einem einzelnen Computer, sondern weltweit auf Tausenden Computern. Sie kommunizieren stets miteinander, damit alle über die gleichen und neusten Daten verfügen. Das Frage ist: Wie stellt man sicher, dass die Datenbank nur mit korrekten und gültigen Daten erweitert wird und nicht mit unerlaubten, betrügerischen Transaktionen? Die Lösung ist die grosse Errungenschaft von öffentlichen Blockchains: Alle paar Sekunden oder Minuten wählen die beteiligten Computer einen unter sich per Zufallsprinzip aus, der neue Transaktionen in die Blockchain einfügen darf. Dabei schauen alle genau hin und prüfen, ob der ausgewählte Computer sich an die Regeln hält. Tut er das, wird er finanziell belohnt. Er hat also einen Anreiz, sich korrekt zu verhalten. Will der Computer (oder besser der Besitzer desselben) trotzdem betrügen, so fällt das sofort auf und er wird vom Netzwerk ausgeschlossen.

7. Kredit wieder auflösen

Zuerst lösen wir das Kreditgeschäft auf Compound auf. In der App (Metamask öffnen, Browser, Compound, App) sehen wir unter «Supplying», was aus unseren USDC geworden ist. Wer diesen Schritt zwölf Wochen nach der Kreditverleihung macht, dürfte statt beispielsweise 100 USDC neu rund 101 USDC in der Bilanz sehen. Zum Rückfordern der Krypto-Dollar «USDC» tippen, dann «withdraw» und «MAX», dann «WITHDRAW», «confirm».

Nun wechseln wir die Krypto-Dollar USDC zurück in Ether ETH. Hierfür wieder zu Uni­swap wechseln (Menustreifen oben links antippen, dann Browser, Homescreen-Symbol, Uniswap-Symbol) und dort bei Input «USDC» auswählen und den ganzen Balance-Betrag eingeben. Beim erstmaligen Verkauf von USDC verlangt Uniswap ein «Freischalten». Diese Schaltfläche antippen, dann «Confirm», warten. Wenn das Freischalten geklappt hat, unter Output «ETH» anwählen und dann «Tauschen», «Confirm». Nun sind in unserer Wallet nur noch Ether.

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8. Zurück zum alten Bankkonto

Ether können im Moment noch nicht direkt an den Wechselautomaten in physische Schweizer Franken getauscht werden (Bitcoin schon). Deshalb verkaufen wir die ETH über die Schweizer Broker Bity oder Bitcoin Suisse. Zuerst kopieren wir in Metamask unsere Kontonummer – im ­Jargon auch Adresse genannt –, indem wir im Wallet auf die 0x...-Zeichenkombination tippen. Dann steuern wir im Metamask-Browser etwa bity.com an und geben die Anzahl Ether ein, die wir verkaufen wollen, und dass wir dafür CHF wollen. (Nicht alle ETH verkaufen, wir brauchen ein wenig ETH im Wert von einigen Rappen für Transaktionsgebühren.) Auf der nächsten Seite müssen wir unsere zuvor kopierte Metamask-­Kontonummer (ETH-Adresse) einfügen sowie unsere Bankdaten. Der Rest ist selbsterklärend. Für grössere Beträge ist eine umfassende Identifizierung notwendig.

Zum Schluss erscheint die Aufforderung, die Ether auf ein Konto von Bity zu überweisen. Diese 0x...-Adresse kopieren wir und fügen sie auf der Senden-Seite ein (Menustreifen oben links antippen, dann «Send»). Genauigkeit ist gefragt: Stimmt schon nur ein Zeichen der Adresse nicht, scheitert die Überweisung und die Ether könnten verloren gehen.

Das wars! Einen oder zwei Tage später sollten die Franken wieder auf dem vertrauten Bank­konto gutgeschrieben sein. Gratulation!