Das Gerücht hat sich als richtig erwiesen: Der schwedische Hersteller von Peptiden, Polypeptide, will an die Schweizer Börse – und zwar bereits im zweiten Quartal. Die Gruppe will bis zu 40 Prozent des Aktienkapitals an der Börse platzieren, wie es in einer Mitteilung heisst.

Polypeptide entwickelt und produziert Peptide für Pharma-, Biotechnologie-, Diagnostik- und Kosmetikfirmen. 2020 beliefen sich der Umsatz auf 223 Millionen Euro und der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) auf 62 Millionen Euro.

Peptide sind Ketten von bis zu rund 100 Aminosäuren. Sie werden als spezifische Wirkstoffe in Medikamenten verwendet, zum Beispiel zur Behandlung von Krebs, Diabetes oder Fettleibigkeit. Die Gruppe ist auch im Kampf gegen das Covid-19-Virus eingespannt und arbeitet mit Novavax bei der Entwicklung ihres Impfstoffs zusammen.

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«Enorme Entwicklung»

 «Wir haben über die letzten 25 Jahre eine enorme Entwicklung durchlaufen: Aus einer kleinen Gruppe von drei Einzelstandorten und etwa 80 Mitarbeitenden ist ein Unternehmen mit heute über 900 Mitarbeitenden und gemeinsamen Technologien, Prozessen und Werten gewachsen. Wir sind zu einem Marktführer in unserer Branche geworden (..), sagt CEO Jane Salik in der Medienmitteilung.

«Angesichts unserer Wachstumsgeschichte ist der geplante Börsengang ein natürlicher nächster Schritt, und wir freuen uns sehr, diesen Schritt nun in der Schweiz zu planen, einem der attraktivsten Life-Sciences-Standorte der Welt.»

Patrick Aebischer ist Vizepräsident

Im Verwaltungsrat der Gruppe sitzt einer der bekanntesten Hochschulmanager der Schweiz, der ehemalige Leiter der ETH Lausanne, Patrick Aebischer. Der Romand ist Vizepräsident und zugleich Lead Independent Director.

(mbü)