Nach den herben Verlusten im vierten Quartal 2018 war die Angst vor einer anhaltenden Kehrtwende an den Börsen gross. Auf eine jahrelange Hausse schien die gefürchtete Baisse zu folgen.

Das Verlangen, die Reissleine zu ziehen und sich in grossem Stil von den Aktienmärkten zu verabschieden, wurde immer stärker. Sich gegen diese Angst zu stemmen, seinen eigenen Prognosen treu zu folgen und nicht zu verkaufen, verlangte vor allem eines: eine gehörige Portion Mut.

Diejenigen Vermögensverwalter, die so weit als möglich in Aktien investiert blieben, wurden im vergangenen Jahr für ihre Courage belohnt. 2019 geht als eines der gewinnbringendsten Jahre in die Finanzgeschichte ein. Obwohl Handelskrieg und Brexit die Investoren verunsicherten, legte der Schweizer Leitindex SMI dank erneut sinkenden Zinsen um gut 30 Prozent zu.

Verwalter, die 2019 voll in Aktien investiert blieben, wurden für ihren Mut belohnt.

Zum neunten Mal werden die besten Vermögensverwalter des Landes von BILANZ auf Basis der von Firstfive erhobenen Daten gekürt. Nur schon wer sich von den rund 2500 in derSchweiz vertretenen Asset Managern von Firstfive messen lässt, bringt Mut und Vertrauen in die eigene Leistung mit.

«Schlechte Vermögensverwalter machen bei dem Rating nicht mit. Sind ihre Leistungen schlecht, scheuen sie Transparenz und trauen sich nicht vor denVorhang», sagt Matthias Hunn, Geschäftsführer von FinGuide. Das Unternehmen hilft Privatpersonen bei der Suche nach passenden Vermögensverwaltern.

Vermögensverwalter-Rating

Die besten Vermögensverwalter der Schweiz: Die Leistungen über ein, drei und fünf Jahre

Quelle: Firstfive
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Absolute Transparenz

Firstfive sorgt in einer in Sachen Leistungsausweis sehr verschlossenen Branche für Transparenz. Von den teilnehmenden Verwaltern werden echte Kundendepots eingereicht. Jede Transaktion wird vermeldet und von Firstfive valutagerecht im eigenen Vermögensverwaltungssystem verbucht.

Die Geldmanager müssen quartalsweise Bankauszüge mit den Beständen liefern. Firstfive kontrolliert, ob die Transaktionen zu demBestand geführt haben. Da dies alles auf dem System von Firstfive abgewickelt wird, ist die Auswertung einheitlich und vergleichbar. Insgesamt wurden rund 100 Depots eingereicht und gemessen.

In der Branche werden Excel-Sheets mit Performancedaten herumgereicht. Doch bei diesen ist fraglich, wie die Daten zustande gekommen und welche Kosten berechnet worden sind. Die besonders aufschlussreiche risikoadjustierte Erfolgsrechnung – also welche Risiken für den erzielten Gewinn eingegangen wurden – wird nicht angestrebt. «Das BILANZ-Rating ist in der Schweiz die einzige Quelle, wo ein risikoadjustierter Vergleich stattfindet», sagt Hunn.

Am stärksten ist die Aussagekraft des Ratings über einen längeren Zeitraum. Verwalter, die nur ein glückliches Jahr hatten, sonst aber oft falschliegen, schaffen es über längere Perioden nicht unter die Besten.

Die beständigste Leistung hat Zugerberg Finanz mit dem Sieg in der 60-Monats-Periode erbracht. Gemessen an der Sharpe Ratio, rangiert der in Zug ansässige Vermögensverwalter in drei Risikoklassen auf dem zweiten Platz und hat somit in derbeobachteten Periode die höchste Punktzahl erreicht. Besonders stark ist Zugerberg bei denkonservativeren Strategien. In der moderat dynamischen und der dynamischen Strategie hat Lakefield Partners die Nase sowohl bei der Sharpe Ratio als auch bei der Performance vorn.

Bilanz

Evergreen: Timo Dainese hebt sich mit Normstrategien wohltuend vom Einheitsbrei ab. Er liegt in der 5-Jahres-Periode vor der Konkurrenz.

Quelle: Christian Schnur

Tipps von Zugerberg

Axa

«Der weltgrösste Versicherungskonzern ist unter dem deutschen CEO Thomas Buberl auf Wachstum getrimmt worden, sowohl in Europa als auch in Asien und den USA. Die hohe Solvenzquote sorgt dafür, dass die Dividendenrendite aufgrund der starken Cash-Generierung auf ein sehr attraktives Niveau gehievt werden kann (derzeit 5,5 Prozent). An der Branche gefällt uns die Rezessionsresilienz. Wie bei der Zurich Insurance Group, in dernur gerade vier Prozent des Jahresgewinns von der Zinsentwicklung abhängig sind, ist auch bei der Axa die Zins- und Konjunkturabhängigkeit relativ tief.»

HBM Healthcare Investments

«HBM Healthcare Investments ist eine der fünf grössten Bio- und Medtech-Beteiligungsgesellschaften in Europa. Sie operiert aus der Schweiz heraus, verfügt über ein exzellentes Netzwerk und ist an rund zwei Dutzend stark wachsenden Unternehmen beteiligt. Manche Firmen streben einen Börsengang an, andere werden gleich übernommen. Die Anwendungsgebiete reichen von der Behandlung der Schuppenflechte (Arcutis Biotherapeutics) bis zur Behandlung von seltenen Krebsarten bei Kindern (Y-mAbs). Die Beteiligungen verfügen über ein beträchtliches Wertsteigerungspotenzial. Attraktiv ist auch die Ausschüttungsrendite. Die Performance der Aktie in den letzten Monaten war herausragend. Wir sehen mittelfristig weiteres Potenzial.»

Corporate Bond: Selecta 5,875% (in Fr., fällig am 1.2.2024)

«Europas grösster Snackautomatenbetreiber mit Sitz im bernischen Kirchberg ist auch im Kaffeemaschinen- und Getränkeautomatenmarkt tätig. Mit Wasserspendern beliefert Selecta Büros, Spitäler, Universitäten und Tankstellen. Der Bruttogewinn deckt die Zinsaufwendungen komfortabel. Das Unternehmen wird derzeit durch die erfolgreiche Private-Equity-Firma KKR auf Wachstum getrimmt, mittelfristig ist mit einem Börsengang zu rechnen. Die Frankenobligation rentiert bis zum Verfall 2024 mit jährlich knapp fünf Prozent und eignet sich für ertragsorientierte Obligationenanleger.»

Mut zum Andersmachen

Viele Geldmanager verstecken sich hinter einer fixen Aufteilung der Anlageklassen. Der Aktienanteil ausgewogener Portfolios schwankt dort lediglich zwischen 45 und 55 Prozent. Bei Zugerberg reicht das Spektrum von 0 bis 60 Prozent. Die Märkte richtig einzuschätzen, wird daher noch entscheidender. «Sie folgen ihrer eigenen Überzeugung und trauen sich auch, gegen den Strom zu schwimmen. Das erfordert jede Menge Mut», sagt Hunn.

Während manche Verwalter für 100 Kunden 100 verschiedene Portfolios stricken, setzt man bei Zugerberg auf möglichst gute Normstrategien. Die gewählten Aktien finden Eingang in alle Kundendepots; Unterschiede gibt es nur beim Risikoprofil. «Sie haben den Mut, Dinge anders zu machen, und heben sich wohltuend vom Einheitsbrei ab», so Hunn.

Sybille Wyss

Newcomer: Tareno-CIO Sybille Wyss ist zum ersten Mal im Rating. Mit Wasser und Dividenden schaffte sie über 12 Monate die Top-Platzierung.

Quelle: Christian Schnur

Tipps von Tareno

Roche

«Der demografische Wandel und die damit verbundenen steigenden Ausgaben im Gesundheitsbereich sind der wesentliche Treiber für Roche. Das weltweit grösste Pharma- und Biotechnologieunternehmen verfügt über eine überzeugende Produktpalette. Im Fokus stehen Themen wie Onkologie und Diagnostik. Roche investiert 17 Prozent der Umsätze in Forschung und Entwicklung und schafft es so immer wieder, mit Innovationen zu punkten. Auch dank der stark mit dem Unternehmen verbundenen Eigentümerfamilie steht Roche für eine investorenfreundliche Dividendenpolitik. Die Medikamentenpreise werden im US-Wahlkampf wohl wieder zum Thema – allfällige Kursrückgänge bieten Kaufgelegenheiten.»

Veolia Environnement

«Veolia Environnement ist neben Suez der grösste Wasserversorger der Welt. In den letzten Jahren wurden wenig profitable Geschäftsbereiche verkauft und das Unternehmen neu ausgerichtet. Der Fokus liegt auf Dienstleistungen in den Bereichen Trink- und Abwasser sowie Abfallentsorgung. Ein wichtiges Thema ist dabei der Umgang mit Plastikabfällen. Aufgrund der Expertise in diesem Bereich ist Veolia ein wichtiger Partner für Grosskonzerne wie Nestlé, wenn es um den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft im Kunststoffbereich geht. Die hohe Visibilität der Erträge und die solide Dividendenpolitik (3,4 Prozent Rendite) machen Veolia zu einem attraktiven Investment.»

SIG

«Mit der Idee, Getränke in flüssigkeitsdichte Schachteln zu verpacken, wurde vor 90 Jahren der Grundstein für den heutigen Erfolg von SIG Combibloc gelegt. Im Zuge von Klimawandel und Ressourcenknappheit steigen weltweit die Anforderungen an die Umweltverträglichkeit und die Nachhaltigkeit von Verpackungen. Hier punktet SIG mit ihren Kartonverpackungen und Abfüllanlagen. Hinter der schwedischen Tetra Pak ist SIG die Nummer zwei im Markt. Die breite Basis der installierten Maschinen sorgt für einen hohen Anteil an wiederkehrenden Erträgen. Die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 2,5 Prozent. Das Unternehmen kam erst 2018 an die Börse und dürfte Investoren ausserhalb der Schweiz noch wenig bekannt sein. Zukünftig wird sich dies ändern.

Für jeden Kunden ein individuelles Depot zu führen, wäre bei Zugerberg nur schon aufgrundder Grösse schwierig. Für rund 20 000 Kunden (darunter auch in der zweiten und der dritten Säule) werden 2,5 Milliarden Franken angelegt. Hinter Zugerberg stehen vor allem zwei Köpfe: Timo Dainese hat den Geldverwalter vor 20 Jahren gegründet und ist derUnternehmer, Maurice Pedergnana ist seit 2009 an Bord und als Leiter des Anlageausschusses und Chefökonom für Investitionsentscheidungen und Performance verantwortlich.

Je drei ihrer Favoriten geben die siegreichen Vermögensverwalter preis (siehe Tipps). Die Frage ist, ob sich Anleger derzeit überhaupt in die Aktienmärkte wagen sollen. Meist fällt derAusblick auf das noch junge Börsenjahr «verhalten optimistisch» aus.

«Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ist sehr gering. Unsere Frühindikatoren signalisieren derzeit eine Bodenbildung des zyklischen Konjunkturtiefs», sagt Erich Pfister, Chef von Oddo BHF Schweiz. Seit Sommer 2018 ist er beim deutsch-französischen Vermögensverwalter für den Ausbau des Geschäfts in der Schweiz verantwortlich. Oddo BHF ist als Vermögensverwalter für Familienunternehmer bekannt und hat sich im Ranking in der 36-Monats-Periode vor die Konkurrenz gesetzt.

«Sind die Leistungen der Verwalter schlecht, scheuen sie die Transparenz»

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Turbulentere Zeiten

Pfister prognostiziert insgesamt ein gutes Aktienjahr. Jedoch sei im Vergleich zu 2019 mit deutlich höheren Schwankungen zu rechnen. «Geopolitische Risiken wie der Irankonflikt oder das Coronavirus werden die Märkte immer wieder belasten. Rückschläge sehen wir jedoch als Chance zum Kauf», so Pfister. Dass das Geld immer wieder an die Aktienmärkte zurückfliesst, liegt am anhaltenden Anlagenotstand.

Immer stärker werden an sich risikoaverse Anleger wie Pensionskassen aus den vielfach negativ rentierenden Obligationen an die Aktienbörsen gedrängt. Das wird sich so schnell nicht ändern, denn mangels Inflation und wenig berauschender Wachstumsraten sind steigende Zinsen nicht in Sicht. «Die Notenbanken versorgen die Märkte nach wie vor grosszügig mit Liquidität», sagt Pfister. Mindestens bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November stehen die Ampeln an den Märkten laut dem Experten auf Grün.

Der Basler Vermögensverwalter Bruno Milesi, zweitplatziert über 12 Monate, hat die Zukunft schon oft richtig vorhergesehen. Er erwartet ein durchschnittliches bis gutes Aktienjahr mit Zugewinnen im höheren einstelligen Prozentbereich.

Viele Geldmanager verstecken sich hinter einer fixen Asset Allocation.

Bei Lakefield Partners hofft man auf die Kraft des Konsums. «Sicher, der laufende Wachstumszyklus ist einer der andauerndsten überhaupt. Gleichzeitig ist er auch einer derlangsamsten und widerstandsfähigsten. Wenn sich die Beschäftigung hält, wird der Konsum die Erträge weiter antreiben», prognostiziert Bruno Verstraete von Lakefield Partners.

Geht es nach dem Zürcher Verwalter, wird die Angst vor einer globalen Coronavirus-Pandemie keine langfristigen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben. Gleichzeitig sollten Anleger gemäss Verstraete die US-Vorwahlen genau beobachten, da diese der Beginn von grösseren Gewinnmitnahmen sein könnten.

Auch Zugerberg-Chef Dainese glaubt an ein positives Aktienjahr. Wie Lakefield sieht auch Zugerberg den Konsum als treibende Kraft. «Der Mensch konsumiert immer mehr, und es gibt immer mehr Menschen, die konsumieren. Der Konsum ist eine Stütze des Aufschwungs», sagt Dainese.

Erich Pfister

Firmenversteher: Erich Pfister ist mit Oddo BHF Schweiz über 36 Monate die Nummer 1. Er setzt auf Megatrends wie Automation und Digitalisierung.

Quelle: Christian Schnur

Tipps von Oddo BHF

Schneider Electric

«Schneider ist ein global tätiger Industriekonzern mit den Segmenten Energiemanagement und industrielle Automation. Die Firma profitiert von der steigenden Nachfrage nach effizienten Energielösungen (z.B. für Cloud-Datenzentren) sowie von der Automatisierungder industriellen Fertigung. Weil Software eine immer grössere Rolle spielt, steigt auch die Profitabilität des Konzerns stetig an. Trotz zuletzt sehr guter Wertentwicklung spiegelt die Bewertung der Aktie (über fünf Prozent Free-Cashflow-Rendite oder ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16) das verbesserte Profil und die strukturellen Wachstumsaussichten immer noch nicht ausreichend wider.»

Relx

«Relx ist ein Informationsdienstleister für Universitäten, Anwälte und Mediziner (z.B. Fachzeitschriften) sowie für Versicherungen (softwarebasierte «Risk & Analytics»-Lösungen). Als drittes Standbein ist das Unternehmen im globalen Messegeschäft tätig. Attraktiv ist das defensive Geschäftsmodell mit einem hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen ohne grosse Konjunkturabhängigkeit. Ausserdem sind die Wettbewerbsvorteile aufgrund des grossen Datenschatzes und der Kundenbindung gross, was die hohe Profitabilität der Firma langfristig sichert. Die Aktie ist auf Basis des Free Cashflow in etwa wie der breite Markt bewertet, was wir aufgrund des stabileren Geschäftsmodells und des wahrscheinlich überdurchschnittlichen Gewinnwachstums für attraktiv erachten.»

Texas Instruments

«Texas Instruments ist der weltgrösste Hersteller analoger Halbleiterchips. Diese kommen in industriellen Applikationen, Automobilen, Netzwerkausrüstung und Unterhaltungselektronik zum Einsatz. Nach einigen schwachen Quartalen wegen der Investitionszurückhaltung derKunden sind eine baldige Besserung und die Rückkehr zu stärkeren Wachstumsraten zu erwarten. Dazu ist die Firma mit über 40 Prozent operativer Gewinnmarge extrem profitabel und bietet eine sehr aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik, indem Jahr für Jahr derkomplette Free Cashflow via Dividenden oder Aktienrückkäufe an die Aktionäre ausgeschüttet wird.»

Gemäss Dainese spiegelt sich das Potenzial der Schweizer Börse in der Dividendenrendite wider. Er fragt sich, ob die aktuelle Rendite von knapp 3 Prozent marktgerecht ist oder nicht eher bei 2 oder 1,5 Prozent liegen sollte. «Sinkt die Rendite auf dieses Niveau, bedeutet das für Aktien ein massives Aufwertungspotenzial.»

Bei Oddo BHF setzt man auf Megatrends wie die Digitalisierung, die Automation und die alternde Bevölkerung. Firmen, die in diesen Bereichen tätig sind, sind zyklischen Schwankungen deutlich weniger ausgesetzt. In die Depots wandern vor allem ertragsstarke Firmen, die hohe Hürden vor ihren Mitbewerbern schützen. «Solche Firmen halten sich in einem ruppigen Umfeld besser», sagt Erich Pfister. Schneider Electric, Relx und Texas Instruments sind seine drei Tipps.

In die Depots wandern Firmen, die hohe Hürden vor ihren Konkurrenten schützen.

Megatrends und Dividenden

Mit einem Megatrend und einer Dividendenstrategie ging der Vermögensverwalter Tareno ins Rennen und hat es im Rating in der kürzesten Frist von 12 Monaten mit einer Sharpe Ratio von mehr als 4 auf den vordersten Platz geschafft. Tareno ist ein Vermögensverwalter aus Basel. 34 Mitarbeiter verwalten insgesamt 2,5 Milliarden Franken. Lediglich 40 Prozent der Kunden stammen aus der Schweiz.

Sybille Wyss ist Chief Investment Officer und stellvertretende CEO von Tareno. Sie hält Wasser für einen Megatrend, der die Gewinne in den Depots weiter sprudeln lassen könnte. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Urbanisierung sind die wesentlichen Treiber. Der zweitgrösste Wasserversorger der Welt, Veolia Environnement, ist einer ihrer Favoriten. Veolia findet sich auch unter denDividendenmandaten von Tareno.

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Geht es nach Sybille Wyss, bleiben Dividendenwerte gefragt – dies unabhängig vom Marktumfeld. Sollte die Stimmung an den Börsen drehen, «bevorzugen Anleger erfahrungsgemäss stabile Dividendenerträge», sagt Wyss. Für 2020 erwartet sie zwar stärkere Schwankungen, prognostiziert aber doch ein gutes Aktienjahr.

So wurde getestet

Das Vermögensverwalter-Rating basiert auf einer fortlaufenden Auswertung real existierender Kundendepots durch die Firstfive AG. Für BILANZ werden Daten von mehr als 100 Depots ausgewertet. Entscheidend für die Platzierung ist die Performance im Verhältnis zum eingegangenen Risiko – Sharpe Ratio genannt. Diese zeigt, das Wievielfache des Risikoeinsatzes verdient wurde. Das Risiko bemisst sich an denWertschwankungen des Depots. Durch die Risikoadjustierung der Erträge wird ein fairer Performancevergleich möglich.

In vier Risikokategorien wird eine Bestenliste erstellt. Höheres Gewinnpotenzial erkaufen sich die Geldmanager in der Regel mit höheren Verlustrisiken. Die Risikoeinteilung derDepots erfolgt anhand der realen Kursschwankungen der Depotwerte.

Für die Wertung «Vermögensverwalter des Jahres» werden auf Basis der Sharpe Ratio die Ergebnisse aus drei Risikoklassen über eine Punktewertung zusammengeführt. Die beste Sharpe Ratio erhält 33,33 Punkte und ist Massstab für die nachfolgenden Plätze. Diese erhalten Punkte entsprechend der prozentualen Erreichung des Top-Ergebnisses. Gewinner ist die Vermögensverwaltung mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Der Sieger muss herausragende Leistungen in drei unterschiedlichen Anlagestrategien zeigen.