Bitcoin hat laut JPMorgan Chase & Co. das Potenzial, langfristig 146’000 Dollar zu erreichen, da es mit Gold als Anlageklasse konkurriert.

Mehr institutionelle und renommierte Investoren, von Paul Tudor Jones über Scott Minerd bis Stan Druckenmiller, haben entweder begonnen, Gelder in Bitcoin zu investieren oder sind dafür offen.

«Bitcoin ist salonfähig geworden»

Die Kryptowährung Bitcoin wertet sich in neue Höhen auf. Folgt nach dem Steigflug ein Crash? Einschätzungen von Blockchain-Experte Daniel Diemers.

Steigerung um das 4,6-fache nötig

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin von rund 575 Milliarden Dollar müsste um das 4,6-fache steigen - auf einen theoretischen Preis von 146’000 Dollar - um den Gesamtanlagen des Privatsektors in Gold über börsengehandelte Fonds oder Barren und Münzen zu entsprechen, schrieben Strategen um Nikolaos Panigirtzoglou in einer Note.

Dieser Ausblick hänge jedoch davon ab, dass die Volatilität von Bitcoin sich der von Gold annähert, um mehr institutionelle Anlagen zu fördern, sagten sie. Dieser Prozess werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Anzeige

«Ein mehrjähriger Prozess»

«Eine Verdrängung von Gold als ‘alternative’ Währung bedeutet für Bitcoin langfristig ein grosses Aufwärtspotenzial», schrieben die Strategen am Montag. «Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine Konvergenz der Volatilitäten zwischen Bitcoin und Gold schnell eintritt. Unserer Ansicht nach ist dies ein mehrjähriger Prozess.

Das impliziert, dass das theoretische Bitcoin-Kursziel von über 146’000 Dollar als langfristiges Ziel und damit als unhaltbares Ziel für dieses Jahr betrachtet werden sollte.»

Am Montag hatte Bitcoin um bis zu 17 Prozent nachgegeben, der grösste Rückgang seit März, nachdem am Wochenende zum ersten Mal 34’000 Dollar überschritten wurden. Die Schwankungen erinnern an die berüchtigte Volatilität der grössten Kryptowährung, deren Kurs sich im vergangenen Jahr mehr als vervierfacht hat.

(bloomberg/mbü)