Die Versicherungsbranche muss die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihre Hinterbliebenen «schnell und koordiniert» unterstützen. Das fordert die Chefin der Allianz Suisse, Laura Gersch, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Darüber hinaus erachtet sie die Durchführungen eines «Runden Tisches» zur Klärung komplexer Haftungs- und Deckungsfragen als eine sinnvolle Massnahme. «Was in Crans-Montana geschehen ist, ist eine menschliche Tragödie. Das Leid, das die betroffenen Familien erfahren, ist unvorstellbar», sagte Gersch. «Aus Versicherungssicht werden mehrere Bereiche gefordert sein, die Gebäude- und Haftpflichtversicherungen ebenso wie Unfall-, oder gerade bei sehr jungen Opfern, die Krankenversicherung. Jede dieser Sparten wird ihren Beitrag leisten müssen», so Gersch, die vor gut einem Jahr die Leitung bei der Schweizer Tochter der deutschen Allianz Suisse übernommen hatte.
Versicherungsdeckung reicht nicht
Viele Sachverhalte zur Silvesternacht in der Bar «Le Constellation», in der 40 Menschen ihr Leben verloren und 116 Menschen teils schwere Verletzungen erlitten, sind noch nicht geklärt. Doch es zeichnet sich ab, dass die Schadensumme die Versicherungsdeckung übertrifft. Davor warnte auch Axa Schweiz, die die Grundhaftpflichtversicherung der Gemeinde und die Betriebshaftpflichtversicherung der Bar ist.
