Der Anstieg der Renditeaufschläge für US-Investment-Grade-Anleihen von Versicherern, ausgelöst durch Bedenken hinsichtlich des Engagements in privaten Krediten, ist laut den Kreditstrategen von Goldman Sachs «übertrieben». Zuvor hatten in den letzten Wochen Sorgen über das disruptive Potenzial künstlicher Intelligenz und Risiken bei privaten Kreditgeschäften die Spreads für US-Hochzinsanleihen ausgeweitet, wobei letztere insbesondere Anleihen von Lebensversicherern betrafen, schrieben Strategen wie Spencer Rogers am Donnerstag. «Die Marktmeinung konzentriert sich auf Lebensversicherer als Vermittler privater Kreditrisiken und auf das wachsende Netz von Eigentums- und Vertriebsbeziehungen zwischen Versicherern und alternativen Vermögensverwaltern», so die Strategen. «Unsere Untersuchung einer repräsentativen Stichprobe von Lebensversicherern deutet darauf hin, dass die Bilanzpositionierung weniger aggressiv ist als befürchtet.»
Private Kreditmanager in den USA sahen sich einer Welle von Rückzügen von Anlegern gegenüber, die befürchteten, dass sie zu viel an Softwareunternehmen verliehen hätten, die durch rasante Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) beeinträchtigt werden könnten. Die seit der globalen Finanzkrise verstärkten Verbindungen zwischen Versicherungsunternehmen und US-amerikanischen Managern alternativer Vermögenswerte haben die Befürchtungen ebenfalls verschärft, nachdem Versicherer mehr Mittel in private und strukturierte Kredite investiert hatten, um ihre Renditen zu steigern. Einige dieser Bedenken könnten laut den Strategen von Goldman übertrieben sein. Auf der Grundlage einer Untersuchung der Bilanzen einer repräsentativen Stichprobe von Lebensversicherern stellten sie fest, dass die mittlere Allokation in alternative Vermögenswerte nur 6% betrug.
