Unabhängig von den Coronavirus-Lasten, die auch die britische Versicherungswirtschaft zu tragen hat, bemühen sich mehr und mehr Unternehmen aus Europa wie aber auch aus anderen Teilen der Welt um die Übernahme von Konkurrenten im Vereinigten Königreich. Im August erwarb der finnische Versicherer Sampo zusammen mit der südafrikanischen Versicherung Rand Merchant den britischen Kraftfahrtversicherer Hastings für 1,7 Milliarden Pfund. Fast zeitgleich kaufte die Allianz aus Deutschland Teile des allgemeinen Versicherungsgeschäfts sowohl von LV wie von Legal & General.

Nun steht die Übernahme von RSA durch die dänische Versicherung Tryg und die kanadische Versicherung Intact Financial an. Der Geldwert der Transaktion beläuft sich dabei auf 7,2 Milliarden Pfund. Bemerkenswert ist der hohe Aufpreis auf den letzten Börsenpreis vor Bestätigung der Verhandlungen. Die beiden Kaufinteressenten bieten ein Aufgeld von 48 Prozent. RSA gehört mit 12'400 Beschäftigten zu den grossen Anbietern am britischen Markt. In der Vergangenheit hatte schon die Zürich Versicherung die Übernahme von RSA versucht. Dieser Anlauf war allerdings gescheitert. In London wird fest damit gerechnet, dass aber die Übernahme von RSA durch die Dänen und Kanadier glatt über die Bühne gehen wird.

(hzi/po)