Wie im Frühjahr angekündigt tritt Axa Schweiz per Ende des Jahres aus dem Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) aus. Zwischenzeitlich geführte Gespräche zwischen CEO Fabrizio Petrillo und Verbandsfunktionären konnten Axa wohl nicht zum Verbleib im Verband bewegen. Der Versicherer will "politisch eigene Wege" gehen, teilten die Winterthurer heute mit. Man verstehe sich als politisch neutral und werde sich in Zukunft im öffentlichen Diskurs möglichst objektiv und auch nur dann zu Kernthemen der Versicherungswirtschaft äussern, wenn man sich dazu als ausreichend legitimiert sehe, heisst es in der Mitteilung. 

Im Sommer war es zwischen Axa und dem Verband zu Meinungsverschiedenheiten über die teils pointierten Äusserungen von SVV-Präsident Rolf Dörig gekommen, unter anderem zu den Beziehungen mit der EU. 

Der SVV bedauert den Entscheid der Axa und betont, dass es der Austritt keine unmittelbare Auswirkung auf die Geschäftsstelle hat. Der Verband werde weiter von seinen Mitgliedern getragen und geführt. Dabei würden sich Exponenten wie die Vorstandsmitglieder oder Verbandspräsident Dörig auch künftig regelmässig pointiert zu politischen Themen im Wissen um die Haltung des Verbandes äussern. (awp/wid)