Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Reihe von Verlusten bei mehreren Pensionsfonds zur Kenntnis genommen. Sie weist jedoch darauf hin, dass diese Fälle ausserhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegen. «Es gibt eine Häufung von unglücklichen Fällen in der Anlagepolitik der Versorgungswerke», sagte BaFin-Präsident Mark Branson gegenüber Reportern und bezog sich dabei auf eine gängige Form der betrieblichen Altersvorsorge.
Milliardenverluste
Mehrere der 91 deutschen Betriebsrentenkassen haben in den letzten Jahren Verluste durch fehlgeschlagene Investitionen wie Immobilienkredite erlitten. Dazu gehören die Berliner Zahnärztekasse VZB, die mit einem Verlust von etwa der Hälfte ihres Anlagevermögens in Höhe von 2,2 Milliarden Euro rechnet, und die bayerische BVK, die einige Betriebsrentenkassen beaufsichtigt und vor Verlusten in Höhe von bis zu 853 Millionen Euro gewarnt hat.
Eine Pensionskasse für Ärzte im Bundesland Schleswig-Holstein hat aufgrund fehlgeschlagener Mezzanine-Finanzierungen von 2022 bis 2024 Abschreibungen in Höhe von insgesamt 64 Millionen Euro verbucht. Die Pensionskassen für Apotheker und Zahnärzte in diesem Bundesland haben ähnliche Abschreibungen vorgenommen. Einige haben die monatlichen Beiträge für ihre Mitglieder erhöht.
Aufsicht eine politische Frage
Ohne konkrete Fälle zu nennen, sagte Branson, dass die Verluste die Frage aufgeworfen hätten, wie viel Geld diese Pensionskassen in riskante Anlagen investieren dürfen und welche Behörde sie regulieren sollte. «Wir haben dazu keine eigene Meinung», sagte er. «Das ist eine politische Frage, aber natürlich stellt sich diese Frage nach solchen Ereignissen, und es ist ein Bereich, in dem wir über einiges Fachwissen verfügen.»
Die BaFin beaufsichtigt mehrere Arten von grossen Pensionsfonds sowie die Investmentarme von Versicherern, jedoch nicht die Versorgungswerke. (Bloomberg/hzi/pg)

