Die Ermittler sprechen vom grössten Schlag gegen Cyberkriminelle. Auch schweizerische Strafverfolgungsbehörden waren beteiligt. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) mit.

Mehrere der derzeit einflussreichsten Schadsoftware-Familien seien vom Netz genommen worden. Es handelt sich dabei um spezielle Software, mit der in krimineller Absicht Zugriff auf fremde Computer erlangt werden kann. Bei den von deutschen Behörden koordinierten Massnahmen sind den Angaben zufolge zehn internationale Haftbefehle erlassen und vier Menschen vorläufig festgenommen worden.

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Weitere Ermittlungen

Auch in der Schweiz seien Server beschlagnahmt oder abgestellt worden, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Donnerstag mit. Schweizer Behörden hätten die Einsätze der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit mit Befragungen, Festnahmen oder Durchsuchungen unterstützt.

Den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft und der BKA zufolge, gab es Durchsuchungen in insgesamt 16 Objekten in Armenien, den Niederlanden, Portugal und der Ukraine, bei denen zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden seien. Die dabei sichergestellten Daten würden derzeit ausgewertet und könnten zu weiteren Ermittlungen führen.

Gegen insgesamt acht Akteure seien von Deutschland Haftbefehle erlassen worden. Auf dieser Grundlage werde nach sieben Personen gefahndet, die im dringenden Verdacht stünden, «sich als Mitglied an einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Verbreitung der Schadsoftware Trickbot beteiligt zu haben», teilten die Ermittler weiter mit.

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Internationale Zusammenarbeit

«Mit der bislang grössten internationalen Cyber-Polizeioperation ist den Strafverfolgungsbehörden ein bedeutender Schlag gegen die Cybercrime-Szene gelungen», sagte BKA-Vizepräsidentin Martina Link der Mitteilung zufolge. «Der aktuelle Erfolg stützt sich auf Massnahmen gegen Infrastrukturen, Akteure und ihre Finanzmittel.»

An der Aktion waren laut Europol Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Grossbritannien, Österreich, den USA, Armenien, Bulgarien, Litauen, Portugal, Rumänien, der Schweiz sowie der Ukraine beteiligt. Unterstützt wurden sie von Eurojust, die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen. (awp/hzi/bdw)